Aktuell (44)

Mit Erfolg meisterte das Team des MTV Rosenheim am vergangenen Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft der Altersklasse Männer 45 im badischen Waghäusel ihre „Operation Titelverteidigung“. Nach dem Titelgewinn im letzten Jahr konnte die Mannschaft um Spielführer Peter Feist erneut alle neun Konkurrenten auf die Plätze verweisen und den Deutschen Meistertitel wieder an die Mangfall holen.

Keine Wünsche blieben in den ersten drei Vorrundenspielen offen, in denen man durchwegs konstant gute Leistungen abrufen konnte. Einem erwartungsgemäßen 2:0 (11:7, 11:5) über den saarländischen TV Klarenthal ließ man ein 11:4/11:4 über den norddeutschen SV Ruschwedel folgen und auch im Spiel Nr. 3 gegen den amtierenden deutschen Vizemeister SV Moslesfehn überzeugte man beim 2:0 (11:3, 11:7)-Sieg voll. So musste im abschließenden Vorrundenspiel gegen den VfL Kellinghusen nur noch ein Satz zum Gruppensieg und damit verbundenen direkten Halbfinaleinzug her. Doch wie fast immer taten sich die MTV-ler gegen die abgezockte Fünf aus Schleswig-Holstein schwer. Der VfL agierte defensiv kompakt und im Angriff sehr zielgenau, während auf Seiten des MTV die Abstimmung nicht ganz stimmte und einige Chancen liegen gelassen wurden – mit einem 8:11 zur Folge Im 2 Satz gelang es dann, die Lücken im Abwehrverbund besser zu schließen und man agierte zumindest auf Augenhöhe. Dank einiger herausragender Einzelaktionen konnte man gegen Satzmitte erstmal in Führung gehen und sich mit einem Kraftakt ein 11:8 und damit den Gruppensieg erkämpfen. Das folgende 7:11 war nur statistischen Wertes. Nachdem sich im Qualifikationsspiel der SV Moslesfehn gegen den Leichlinger TV durchsetzten konnte, kam es im Halbfinale zum erneuten Aufeinandertreffen mit den „Mossis“. Diese zogen ihre Lehren aus der Vorrundenniederlage und starteten mit Veränderungen im Angriff und neuer Taktik ins Spiel. MTV-Hauptangreifer Armin Held war jetzt defensiv deutlich mehr gefordert und somit waren Knut Fischers Qualitäten im Nachschlag gefragt. Doch dieser machte seine Sache ausgezeichnet und auch der Rest des Teams zeigte sich von seiner besten Seite. Mit 11:8 und 11:9 setzte man sich so in dieser sehenswerten Partie durch und durfte den Finaleinzug feiern. Zur allgemeinen Überraschung traf man hier abermals auf den VfL Kellinghusen, der im Kreuzspiel den TV Ochsenbach und im Halbfinale den favorisierten SSV Heidenau aus dem Meisterrennen kegeln konnte. Mit der Erfahrungen des Vortags war Rosenheims Defensivtrio mit Lothar Kiermaier, Christian Weiß und Peter Feist auf die platzierten Angriffe des VfL diesmal bestens eingestellt und ließ sich nicht mehr düpieren. Mit 7:1 gelang ein Start nach Maß, der in einem 11:5-Satzerfolg mündete. Mit dem Seitenwechsel entwickelte sich aber ein anderes Spiel, da die Kellinghusener jetzt wieder ihr Können abrufen konnten und die jetzige Rosenheimer Spielfeldhälfte schwerer zu bespielen war. Bis zum 7:7 war alles offen, ehe den MTV-lern eine vorentscheidende 3-Punkte-Serie gelang. Zwei Matchbälle wehrten die Nordlichter zwar noch ab, aber mit ihrem dritten Matchball machten die Rosenheimer mit 11:9 den Sack zu und die Titelverteidigung perfekt.

MTV Rosenheim: Armin Held, Knut Fischer, Lothar Kiermaier, Christian Weiß, Peter Feist, Rudi Blechschmidt, Thomas Paul, Thomas Dotzauer, Andrè Marsch

Deutsche Meisterschaft Männer 45

  1. MTV Rosenheim
  2. VfL Kellinghusen
  3. SSV Heidenau
  4. SV Moslesfehn
  5. Leichlinger TV
  6. TV Ochsenbach
  7. SV Ruschwedel
  8. TV Klarenthal
  9. TuS Oggersheim
  10. TV Weisel

Ein durch die Bank sportlicher wie gesellschaftlicher Erfolg war das 45. Internationale Faustballturnier des MTV Rosenheim, das am vergangenen Wochenende auf der Sportanlage in Oberwöhr über die Bühne ging. Unter der Schirmherrschaft von Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer spielten bei optimalen Witterungsbedingungen insgesamt 9 Teams um den Turniersieg. Dieser ging nach einer 2-jähriger „Durststrecke“ an das mit AK-Spielern gemischt spielende Bundesligateam der Gastgeber, das sich nach einem spannenden Turnierverlauf mit einem Finalsieg über den TV Hohenklingen die 250 € Siegprämie und den Hermann-Bruckner-Gedächtnispreis sichern konnte.

Zum Abschluss der Vorrunde, die im Modus Jeder gegen Jeden gespielt wurde, qualifizierte sich das MTV-Team als Viertplatzierter gerade noch für das Halbfinale. Hierbei traf man auf den Vorrunden-Ersten SSV Bozen, der sich mit 14:2 Punkten den 1. Platz gesichert hatte. In einer sehenswerten Partie schenkten sich die MTV-ler und die SSV-ler nichts. Nach Verlust des 1. Satzes bedurfte es einer Top-Leistung, um sich in den beiden folgenden Sätzen jeweils knapp gegen das Team aus Südtirol durchsetzen zu können. Im zweiten Halbfinale duellierten sich der Zweitbundesligist TV Hohenklingen und der letztjährige Turniersieger FB Elgg-Ettenhausen aus der Schweiz. In zwei heiß umkämpften Sätzen setzte sich hierbei die Fünf aus der Nähe Pforzheims durch. Das anschließende kleine Finale zwischen den Gästen aus Italien und der Schweiz ging mit 2:0 (11:8, 11:9) an den SSV Bozen. Zu einer unerwartet klaren Sache zu Gunsten der Rosenheimer entwickelte sich das Finale. Nach einem 11:8 im ersten Satz fiel in Runde 2 mit einem 6:1-Start des MTV schnell die Vorentscheidung und mit einem 11:5 sicherten sich Schmutzler und seine Mitstreiter den Turniererfolg.

MTV Rosenheim 1: Steve Schmutzler, Rudi Blechschmidt, Lothar Kiermaier, Marcel Hebling, Thomas Schenk, Andrè Marsch, Peter Feist

MTV Rosenheim 2: Lukas John, Hendrik Bäßler, Severin Held, Jonas Kiermaier, Moritz Kiermaier, Florian Schenk

 

Der Endstand:

  1. MTV Rosenheim 1

  2. TV Hohenklingen

  3. SSV Bozen

  4. FB Elgg-Ettenhausen

  5. TSV Unterpfaffenhofen

  6. Mad Dogs Osberghausen

  7. TV Weisel

  8. MTV Rosenheim 2

  9. TuS Vormwald

Insgesamt neun Mannschaften aus Deutschland, der Schweiz und Italien suchen am kommenden Wochenende den Sieger des Rosenheimer Herbstfest-Faustballturniers 2017. Unter der Schirmherrschaft von Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer wird am Samstag ab 11 Uhr und Sonntag ab 10 Uhr auf der Vereinssportanlage an der Turneralm um Siegprämien und Sachpreise gespielt. Ein klarer Favorit ist nicht auszumachen, doch die Zweitbundesligisten TV Hohenklingen und TV Weisel sowie der Turniersieger 2015 (SSV Bozen) und der Pokalverteidiger aus der Schweiz, der FB Elgg-Ettenhausen, dürften heiße Anwärter sein. Voraussichtlich nicht für ganz vorne dürfte es für die beiden MTV-Teams reichen, die beide nicht in Bestbesetzung antreten können. Komplettiert wird das ausgeglichene Teilnehmerfeld durch den Bayernligameister TSV Unterpfaffenhofen, dem westfälischen TuS Vormwald sowie der „Revival-Erstligatruppe“ des TV Osberghausen das unter dem Pseudonym "East Mountain House Mad Dogs" antritt. Anpfiff des Finales ist am Sonntag um 15 Uhr.

Einen weiteren internationalen Riesenerfolg konnte Steve Schmutzler mit der Deutschen Faustball-Nationalmannschaft bei den World Games, den Weltspielen der nicht-olympischen Sportarten, im polnischen Breslau feiern. Das auf 6 Teams begrenzte Teilnehmerfeld umfasste die jeweils drei stärksten europäischen und südamerikanischen Mannschaften. In einem äußerst spannenden Finale setzte sich der MTV-Angreifer mit dem DFBL-Team mit 4:3 (9:11, 7:11, 11:6, 7:11, 11:8, 12:10,11:9) gegen die Schweiz durch und wiederholte damit den vor vier Jahren im kolumbianischen Cali erreichten Erfolg. Da der etatmäßige deutsche Hauptangreifer Patrick Thomas sich bereits im Auftaktspiel gegen Argentinien bei einem Zusammenprall mit Schmutzler eine schweren Schulterverletzung zuzog und fortan nicht mehr einsatzfähig war, kam dem MTV-ler eine tragende Offensiv-Rolle zuteil, welche er top ausfüllte.

Nach dem souveränen 3:0 (11:1, 11:6, 11:7)-Auftaktsieg gegen die „Gauchos“ steckte den Deutschen der Schock über den Ausfall Thomas` noch in den Gliedern und man bezog gegen Österreich eine 1:3 (8:11, 11:9, 8:11, 6:11)-Niederlage. In den weiteren Vorrundenspielen fand sich die Mannschaft aber immer besser und belegte nach 3:0-Siegen über Chile (11:9, 11:4, 11:0) und Brasilien (9:11, 11:3, 11:7, 11:5) sowie einem 3:2 (14:15, 12:10, 8:11, 11:7, 11:6) über die Schweiz am Ende den 2. Platz nach der Vorrunde. Somit galt es im Halbfinale gegen die drittplatzierten Brasilianer um den Einzug ins Finale zu kämpfen. Mit einer Glanzleistung ließ man den Südamerikanern nicht den Hauch einer Chance und spielte sich mit 3:0 (11:6, 11:5, 11:7) ins Endspiel. Hier traf man erwartungsgemäß auf das Team aus der Schweiz, das sich eindrucksvoll gegen Österreich durchsetzen konnte. Vor großer Kulisse im Stadion Olawka und über 300.000 Zuschauern bei der TV-Übertragung von Sport 1 lieferte man sich dann ein Finale der Extraklasse. Nachdem sich die Eidgenossen auf dem durch starke Regenfälle in Mitleidenschaft gezogenen Sportplatz von den ersten vier Sätzen deren drei sichern konnten, stand man nach hart erkämpfter Runde 5 (11:8) im sechsten Durchgang bei Stand von 7:9 unmittelbar vor dem k.o. Doch Schmutzler & Co. bewiesen gute Nerven und erzwangen durch ein 12:10 den entscheidenden 7. Satz. Auch dieser verlief spektakulär und mit leichten Vorteilen für die Schweizer. Lediglich einmal schafften es die Deutschen in Führung zu gehen, nämlich zum 10:9, um anschließend den gleich den ersten Matchball zum World-Games-Sieg 2017 zu verwandeln.

Steve Schmutzler nach dem Final-Krimi: „Nach dem Ausfall von Patrick hatte uns keiner mehr so wirklich auf dem Schirm. Wir wollten es aber dann erst recht beweisen. In den letzten beiden Sätzen bin ich durchwegs volles Risiko gegangen – mit Erfolg!“

Nach zwei Siegen bei Weltmeisterschaften und einem Europameistertitel bedeutet der zweite World Games-Sieg den bereits fünften internationalen Titel für den 33-jährige Rosenheimer.

Der Endstand:

  1. Deutschland

  2. Schweiz

  3. Österreich

  4. Brasilien

  5. Chile

  6. Argentinien

1. BL: Keine Punkte mehr für den MTV

Dienstag, 01 August 2017 11:41

Mit zwei Heimniederlagen gegen den TV Vaihingen/Enz mit 4:5 (11:7, 6:11, 11:3, 6:11, 12:10, 13:11, 14:15, 9:11, 8:11) und den TV Wünschmichelbach mit 3:5 (11:9, 7:11, 11:7, 6:11, 11:7, 8:11, 8:11, 6:11) hat das Bundesligateam am vergangenen Wochenende die diesjährige Spielzeit in der 1. Bundesliga Süd beschlossen. Damit konnten sich die letztjährigen DM-Dritten in der Tabelle nicht mehr verbessern und belegen am Ende den unbefriedigenden 6. Tabellenplatz.

Eine attraktive Partie lieferten sich Schmutzler & Co. mit dem TV Vaihingen/Enz. Obgleich beide Teams die Qualifikation für die DM-Endrunde bereits verpasst hatten, ging man voll motiviert zur Sache, was von den 60 Zuschauern entsprechend honoriert wurde. Nachdem beide Seiten in den ersten fünf Runden mit jeweils eigenem Ball den Satz für sich entscheiden konnten, gelang den MTV-lern in Satz Nr. 6 mit 13:11 das erste „Break“ zur 4:2-Führung. Im 7. Satz lief man lange Zeit der Musik hinterher, ehe man nach 7:10-Rückstand viermal in Serie punkten konnte. Den Matchball wehrte der TVV aber ebenso ab, wie einen zweiten beim Stande von 13:12. Beim dritten Matchball (14:13) wäre die Partie allerdings zu Gunsten der Gastgeber beendet gewesen, doch der Schiedsrichter übersah beim Aufschlag der Gäste einen Leinenfehler und prompt kassierten die Rosenheimer die beiden folgenden Zähler zum 14:15. Angeknackst gingen die Hausherren so in Runde 8, verpassten mit 2:5 den Start und schafften es nicht, das Blatt noch einmal zu wenden (9:11). Im entscheidenden 9. Satz fiel die Vorentscheidung nach einer 4:2-Führung, als man zum Seitenwechsel mit 4:6 ins Hintertreffen geriet und fortan bis zum Endstand von 8:11 im Rückstand war. Nicht an das hochklassige Niveau des Vortags kam die Sonntag-Partie gegen den TV Wünschmichelbach. Und doch waren vom Spielverlauf Parallelen da, denn erneut hatten die Gastgeber lange Zeit knapp die Nase vorn hatten und konnten jeweils eine Satz vorlegen. Doch beim Stande von 3:3 nach Sätzen und 6:5 nach Punkten zeigten die Badener das bessere Standvermögen und entrissen den Oberwöhrern mit 8.11 diesen Durchgang. Mit der erstmaligen Führung im Rücken spielte der Tabellenzweite dann befreit auf und die Rosenheimer fanden keine Mittel mehr, das Team aus dem Odenwald zu stoppen. Nach einem erneuten 8.11 galt es somit, die zweite Heimniederlage binnen 48 Stunden hinzunehmen.

MTV Rosenheim: Steve Schmutzler, Patrick Schiep, Lothar Kiermaier, Thomas Schenk, Marcel Hebling, Abdilaziz Lamharraf

Die weiteren Ergebnisse:

TSV Pfungstadt : FBC Offenburg 2:5, TV SW-Oberndorf : TV Vaihingen/Enz 5:4, TV Waibstadt : Waldrennach 5:2

1. Bundesliga Süd

  1. TSV Pfungstadt 26:2

  2. TV Wünschmichelbach 22:6

  3. TV SW-Oberndorf 20:8

  4. FBC Offenburg 16:12

  5. TV Vaihingen/Enz 14:14

  6. MTV Rosenheim 10:18

  7. TV Waldrennach 2:26

  8. TV Waibstadt 2:26

 

Mit einem Doppel-Heimspieltag beschließt das Bundesligateam am kommenden Wochenende die diesjährige Spielzeit in der 1. Feldbundesliga Süd. Am Samstag gibt ab 14 Uhr der auf dem 5. Rang platzierte TV Vaihingen/Enz seine Visitenkarte auf der Sportanlage in Oberwöhr ab und am Sonntag, erneut ab 14 Uhr, gastiert der Tabellenzweite TV Wünschmichelbach an der Mangfall.

Seit dem letzten Spieltag sind die Karten in der Liga klar verteilt. Mit dem TSV Pfungstadt, dem TV Schweinfurt-Oberndorf und dem TV Wünschmichelbach stehen die drei DM-Endrundenteilnehmer fest und mit dem TV Waldrennach und TV Waibstadt sind auch die beiden Absteiger fix. Die drei Mittelfeldplätze wiederum sind an Vaihingen/Enz, dem FBC Offenburg und die MTV-ler vergeben. Mit zwei Siegen könnten sich die Gastgeber noch vom 6. auf den 4. Tabellenplatz verbessern. Hierzu wird man sich aber mächtig ins Zeug legen müssen, denn die beiden Gästeteams verfügen über Akteure mit herausragender Qualität. Während im Team des TVV zwei frischgebackene U21-Europameister stehen, gehören den Reihen des TVW zwei Spieler aus dem erweiterten A-Kader an. Der absolute Ausnahmekönner steht mit Steve Schmutzler allerdings auf Seiten der Gastgeber. Nach dem Sieg bei den World Games am vergangenen Dienstag wird der Angreifer des MTV versuchen, auch auf Vereinsebene zu glänzen. Nachdem man insbesondere im letzten Heimspiel gegen den TV Oberndorf deutlich hinter den Erwartungen geblieben ist, will man den treuen Fans zum Ausklang der Saison noch einmal tollen Faustballsport bieten und sich bei den beiden Teams aus Baden-Württemberg für die Auswärtsniederlagen revanchieren. Verzichten müssen die Gastgeber bei diesen Unterfangen auf Abwehrspieler Christian Weiß (Handbruch) und voraussichtlich auch Mittelmann Lothar Kiermaier, der an einer Oberschenkelverletzung laboriert.

Bei ihrer ersten Teilnahme an einer Süddeutschen Meisterschaft der weiblichen Jugend bis 18 Jahre verkaufte sich die Mannschaft des MTV Rosenheim am vergangenen Wochenende in Vaihingen/Enz sehr achtbar. Im Feld der acht besten Teams aus Württemberg, Sachsen und Bayern erreichte das Team um Spielführerin Franziska Weiß einen hervorragenden 4. Platz.

Mit dem FV Glauchau trafen die bayerischen Vizemeisterinnen im ersten Gruppenspiel auf den sächsischen Vizemeister. Beide Teams mussten sich erst einmal auf die windigen Verhältnisse einstellen und ihrer Anspannung Herr werden. Die MTV-lerinnen ließen sich von diesen Schwierigkeiten aber nicht aus dem Konzept bringen und konnten mit einem 2:0 (11:9, 11:8) einen gelungenen Einstieg in den Wettkampf feiern. Im 2. Spiel gegen den favorisierten TSV Dennach legten die Rosenheimerinnen dann eine Glanzleistung hin und bezwangen den Erstliga-Nachwuchs mit 11:9 und 11:7. Im abschließenden Match ging es gegen den TSV Gärtringen um den Gruppensieg und direkten Halbfinaleinzug. Im 1. Satz konnte man nahtlos an das vorangegangene Spiel anknüpfen und mit 11:6 die Schwäbinnen überraschen. Den folgenden Satz ging man dagegen zu siegessicher an und wurde prompt bestraft (4:11). In Runde 3 besann man sich zwar wieder auf die kämpferischen Qualitäten aber das starke Team aus Gärtringen war jetzt zu gut im Spiel (8:11). So ging es als Gruppenzweiter gegen den Dritten der weiteren Vorrundengruppe, den SV Energie Görlitz, ins Kreuzspiel. In einem kampfbetonten Match auf Augenhöhe schenkten sich beide Teams nichts. Nach einem 11:7 in Runde 1 und einem 6:11 im 2. Durchgang musste ein Entscheidungssatz her. Nach anfänglichem Rückstand wechselte man beim Stande von 6:5 letztmalig die Seiten. Trotz des Gegenwindes konnten die MTV-lerinnen mit variablem Spiel die Görlitzerinnen im Schach halten und mit 11:8 den umjubelten Halbfinaleinzug feiern. Hier wartete mit dem TSV Calw der Top-Favorit auf die Meisterschaft. Mit platzierten Schlägen wurde man bis zum 1:6 mehrmals ausplatziert. Zwar konnte man sich in der Folge besser formieren, doch am Erfolg der Schwarzwälderinnen konnte man nicht mehr rütteln (5:11). Der 2. Satz verlief bis zum 5:5 ausgeglichen ehe einige Eigenfehler unterliefen und das kompakte Calwer Team mit fehlerlosem Spiel die Partie mit 11:7 souverän nach Hause spielte. Im Spiel um den 3. Platz ging es noch einmal gegen den TSV Dennach. Beim Stande von 3:3 verletzte sich Rosenheims Hauptangreiferin Hannah John am Rücken und war fortan nicht mehr einsatzfähig. Dieser Ausfall war nicht zu kompensieren und nach 5:11 und 6:11 ging Bronze an den TSV Dennach.

MTV Rosenheim: Hannah John, Franziska Weiß, Nina Dotzauer, Meike Dotzauer, Melissa Roßteuscher, Valerie Reinalter, Jule Benz, Trainer Christian Weiß, Betreuer Thomas und Elke Dotzauer

Der Endstand:

  1. TSV Calw
  2. TSV Gärtringen
  3. TSV Dennach
  4. MTV Rosenheim
  5. SV Energie Görlitz
  6. TSV Herrnwahlthann
  7. TSV Staffelstein
  8. FV Glauchau

Wie im Hinspiel so fand das Bundesligateam auch am vergangenen Samstag im Heimspiel gegen den TV Schweinfurt-Oberndorf kein Mittel, den gut spielenden Unterfranken Herr zu werden. Ohne den verletzten Lothar Kiermaier und dem privat verhinderten Abdilaziz Lamharraf setzte es erneut eine klare 1:5 (12:14, 6:11, 12:10, 10:12, 7:11, 9:11)-Niederlage. Damit konnten die Gäste die DM-Endrunden-Qualifikation klarmachen d für die MTV-ler geht es in den beiden noch ausstehenden Saisonspielen nur noch um die berühmte „Goldene Ananas“.

Äußerst ärgerlich gestaltete sich der Verlust des 1. Satzes. Nach gutem Beginn und einem kurzen Durchhänger spielte man sich mit 10:8 wieder in Front. Doch in der Schlussphase ließ man die sich bietenden Chancen liegen und hatte am Ende mit 12:14 das Nachsehen. Im 2. Satz befand man sich anfangs noch in Schockstarre und wurde nach harmlosen Aufschlägen serienweise nach allen Regeln der Kunst hergespielt. Bis zum Ende mit 6:11 gelang aber zumindest noch etwas Ergebniskorrektur. Im folgenden Satz lieferten sich beide Teams ein ansehnliches Duell auf Augenhöhe, wobei hier die MTV-ler am Ende den längeren Atem bewiesen (12:10). Tatenhungrig drängten Schmutzler & Co. nach der Pause auf den Ausgleich. Doch wie im 1. Satz schaffte man es nicht, den finalen Punkt zu setzen und ließ sich nach einer 10:8-Führung erneut düpieren (10:12). Fortan gingen die spielfreudigen Gäste mit noch mehr Selbstbewusstsein zu Werke und zeigten sich von ihrer besten Seite. Den mit sich und dem Gegner hadernden MTV-ler unterliefen dagegen immer wieder Abstimmungsfehler bei den variablen Attacken der Gäste und den eigenen Offensivaktionen fehlte die nötige Zielgenauigkeit. Mit 7:11 und 9:11 blieb man somit erneut nur zweiter Sieger und musste die Punkte nach Schweinfurt ziehen lassen.

MTV Rosenheim: Steve Schmutzler, Patrick Schiep, Marcel Hebling, Christian Weiß, Thomas Schenk, Günter Ortmeier, Lukas John

Nach einwöchiger Pause werden die Rosenheimer Ende Juli mit zwei Heimspielgen gegen den TV Vaihingen/Enz und TV Wünschmichelbach die Saison abschließen.

Die weiteren Ergebnisse:

TV Waibstadt : TSV Pfungstadt 0:5, FBC Offenburg : TV Wünschmichelbach 1:5, TV Waldrennach : FBC Offenburg 2:5

 

1. Bundesliga Süd

  1. TSV Pfungstadt 26:0

  2. TV Wünschmichelbach 20:6

  3. TV SW-Oberndorf 18:8

  4. FBC Offenburg 14:12

  5. TV Vaihingen/Enz 12:12

  6. MTV Rosenheim 10:14

  7. TV Waldrennach 2:24

  8. TV Waibstadt 0:26

Am Samstag geht auf der Sportanlage an der Turneralm in Oberwöhr ab 16 Uhr das bayerische Bundesligaderby zwischen dem MTV Rosenheim und dem TV Schweinfurt-Oberndorf über die Bühne. Mit einem Sieg wollen die MTV-ler ihr bislang unbefriedigendes Punktekonto (10:12) ausgleichen.

Während die Rosenheimer in der Liga ihren Erwartungen bislang hinterherhinken, spielen die Unterfranken eine starke Saison uns liegen mit 16:8 Punkten auf dem dritten Platz, der die Qualifikation für die DM-Endrunde bedeutet. Dieser begehrte Rang ist für das Team der Gastgeber kaum mehr zu erreichen. Hierfür müsste man sich zum einen in den letzten drei Saisonspielen schadlos halten und zudem ist man abhängig von den Ergebnissen der Konkurrenz. So lange aber eine theoretische Chance besteht, wollen Steve Schmutzler & Co. nichts unversucht lassen, das nahezu Unmögliche möglich zu machen. Als erster Schritt soll am Samstag ein Heimsieg über die Schweinfurter her. Nach den starken Auftritten beim Europacup sieht man dem Vergleich der beiden einzigen bayerischen Erstligateams mit einer Portion Optimismus entgegen und hofft, an die Leistungen des vergangenen Wochenendes anknüpfen zu können. Keine guten Erinnerungen haben die Oberwöhrer dagegen an das Hinspiel, das mit 1:5 deutlich verloren ging. Bei böigem Wind und schlechten Rasenverhältnissen fanden die Rosenheimer auf der Anlage des TVO kein Mittel, den clever spielenden Schweinfurtern Herr zu werden. Auf eigenem Sportplatz werden die Karten jedoch neu gemischt und sollte eine erfolgreiche Revanche durchaus möglich sein.

Nach dem dritten Platz im Vorjahr konnte das MTV-Team heueroch einen draufsetzen und holten sich am vergangenen Wochenende beim „Fistball Men`s European Cup“, dem nach dem „Champions-Cup“ höchsten europäischen Faustball-Wettkampf im schweizerischen Diepoldsau die Silbermedaille. Im Feld von 10 Spitzenteams aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Tschechien mussten die MTV-ler nur dem gastgebenden SVD Diepoldsau nach einer 2:3 (11:7, 7:11, 11:7, 11:7, 11:6)-Finalniederlage den Vortritt lassen und feierten mit dem 2. Platz ihren größten internationalen Erfolg.

Holprig verlief die Auftaktpartie gegen den tschechischen FAC Zdechovice. Nach einem klaren 11:4 musste man im 2. Satz fünf Satzbälle abwehren ehe man sich mit 14:12 durchsetzte. Die folgende Partie gegen den STV Walzenhausen zog man hingegen konzentriert durch und behielt mit 11:3 und 11:7 sicher die Oberhand. Als dritte Vorrundenpaarung stand das Match gegen den SVD Diepoldsau an. In einer wechselhaften Partie mussten sich Kiermaier & Co. dem Schweizer Vizemeister mit 1:2 (14:15, 11:4, 6:11) beugen. Zum Abschluss der Vorrunde wartete mit dem frischgebackenen österreichischen Meister Union Freistadt noch ein weiterer Brocken auf die Rosenheimer. In diesem Spiel wirkten die MTV-ler körperlich und mental fitter als die Österreicher und setzten mit zwei 11:8-Satzerfolgen ein Ausrufezeichen. Mit diesem Sieg konnte der 2. Vorrundenplatz gesichert werden und man qualifizierte sich für den zweiten Wettkampftag für das Spiel um den Einzug ins Halbfinale gegen den Dritten der zweiten Gruppe. Dies war die Fünf der UFG Grieskirchen, seines Zeichens Vizemeister der Alpenrepublik. Mit den Oberösterreichern hatte man noch eine alte Rechnung aus dem EFA-Cup 2009 offen, als diese bei der Veranstaltung in Spanien den MTV-lern den k.o. versetzten. Mit einer blitzsauberen Leistung konnte man sich erfolgreich revanchieren und durch ein 3:0 (11:8, 11:6, 15:14) ins Halbfinale einziehen. In diesem wartete die Nr. 3 der Schweiz, der FB Widnau, welcher mit begeisternden Spielen den direkten Einzug ins Semifinale geschafft hatte. Mit unkonventioneller Abwehraufstellung gelang es den Rosenheimern, die gegnerischen Angreifer etwas aus dem Konzept zu bringen und sich mit 11:8 den 1. Satz zu sichern. In den Runden 2 und 3 lieferten sich beide Teams dann einen offenen Schlagabtausch, wobei jeweils zum Satzende hin die MTV-ler absolut fehlerfrei agierten und dies den Ausschlag für die Satzerfolge mit 11:9 und 11:8 gab. Im Finale wartete dann erneut das Team der Gastgeber, das sich mit einem 3:2-Halbfinalerfolg über Freistadt das Finalticket gesichert hatten. Beide Angreiferduos agierten vom Anpfiff weg mit offenem Visier und gingen volles Risiko. Während auf Seiten der Rosenheimer Steve Schmutzler und Patrick Schiep die Keule auspackten, hebelten seitens der Diepoldsauer die wuchtigen Schläge der Lässer-Brüder das MTV-Team aus den Angeln. Verdientermaßen teilte man sich so in den ersten vier Sätzen die Erfolge (11:7, 7:11, 11:7, 7:11). Auf mittlerweile nassem Untergrund erwischten die Eidgenossen im fünften Satz dann den besseren Start (6:2). Diesen Vorsprung ließen sie sich nicht mehr entreißen und verwiesen mit einem 11:6 die Rosenheimer auf den 2. Platz.

Spielertrainer Steve Schmutzler konnte angesichts des Gesamterfolgs im unmittelbar anschließenden Interview seine erste Enttäuschung schnell abschütteln und zeigte sich stolz „was meine Mannen und ich an den beiden Tagen gezeigt und erreicht haben.“

MTV Rosenheim: Steve Schmutzler, Patrick Schiep, Abdilaziz Lamharraf, Lothar Kiermaier, Christian Weiß, Marcel Hebling, Günter Ortmeier, Thomas Schenk; Betreuer: Georg Böck, Nadja Weiß

Der Endstand:

  1. SVD Diepoldsau

  2. MTV Rosenheim

  3. Union Freistadt

  4. FB Widnau

  5. UFG Grieskirchen

  6. TV Voerde

  7. STV Oberentfelden

  8. STV Walzenhausen

  9. SSV Bozen

  10. FAC Zdechovice

1.BL: MTV verspielt letzte DM- Chancen

Montag, 03 Juli 2017 08:23

Die letzten beiden Auswärtspartien der Saison führten den MTV Rosenheim in den Schwarzwald, wo man beim TV Waldrennach am Samstag und beim FBC Offenburg am Sonntag seine Visitenkarte abgeben musste. Während man sich beim Liganeuling keine Blöße gab und mit 5:1 (11:7, 11:6, 6:11, 11:8, 11:7, 11:9) als Sieger den Platz verließ, musste man sich in Offenburg knapp mit 4:5 (13:11, 11:9, 11:6, 11:7, 12:14, 7:11, 8:11, 8:11, 6:11) geschlagen geben.

Beim windigen aber trockenen Verhältnissen bestritt man in Waldrennach die erste Partie. Ein harter und unebener Boden machte es beiden Teams schwer, einen kontrollierten Spielaufbau zu gewährleisten. Rosenheim war dennoch die spielbestimmende Mannschaft. Zu fehleranfällig agierte die Offensive der Hausherren, wodurch sie immer wieder in Rückstand gerieten. Lediglich im dritten Durchgang lief bei den Gästen nichts zusammen. Zu wenig Druck aus der Angabe und der ein oder andere Fehler in der Defensive machten es den Baden-Württembergern leicht, auf 2:1 zu verkürzen. Rosenheim kam aber nach der Pause wieder frisch und konzentriert ins Spiel zurück. Man stellte sich nun gut auf die Platzverhältnisse ein und es entstand ein ansehnliches Faustballspiel. Der TVW konnte aber keine entscheiden Akzente mehr setzen und das Spiel ging mit 5:1 an die Gastmannschaft. Damit steht nun auch der zweite Aufsteiger nach dem TV Waibstadt als Absteiger fest. Es wird aber sicherlich nicht der letzte Auftritt für dieses Team in der 1. Bundesliga gewesen sein.

Hoch motiviert gingen die MTV’ler tags darauf in Offenburg in die Partie. Auf einem völlig anderen Geläuf als am Vortag musste man sich an einen leicht feuchten und Weichen Platz gewöhnen. Im ersten Satz konnte sich kein Team entscheiden absetzen. In einem überwiegend von Angaben geprägtem Satz hatte am Ender der MTV die Nase knapp vorn. Auch im zweiten Satz kam nur phasenweise ein ansehnliches Spiel zustande. Am Ende sollte auch hier der MTV als Sieger die Seite wechseln. In den folgenden beiden Sätzen haderte Offenburg zu stark mit sich selbst und somit machte sie es den Gästen leicht, auch die Sätze 3 und 4 zu gewinnen. Im fünften Satz hätten die Oberbayern einen riesen Schritt in Richtung DM Teilnahme machen können, da man dadurch enorm viele Sätze auf die Konkurrenz gut gemacht hätte. Bis zum 9:7 sahen sich die Mangfalltaler in Front. Offenburg verkürzt auf 9:8. Die folgenden 2 Angaben zu harmlos und die Hausherren punkten 2 mal kurz. Schmutzler egalisiert zum 10:10, doch die Oertenauer gehen wieder in Führung, den die Oberbayern postwendend wieder ausgleichen. Dann luden sich die Gemüter auf offenburger Seite - durch eine knappe Schiedsrichterentscheidung gegen Sie - stark auf. Diese Stimmung wurde irgendwie auf Ihren Gegner projeziert, da das gesamte Team plötzlich wie ausgewechselt agierte. Offenburg markiert 3 Punkte in Folge und verkürzt auf 4:1.

In den folgenden Durchgängen spiel Offenburg wie aus einem Guss. Bälle aus fast unmöglichen Lagen werden zu optimalen Vorlagen für den eigenen Angriff. Auch dieser spielt nun fehlerfrei. Rosenheim kann die folgenden Sätze nichts mehr drauflegen, um den FBC zu stoppen. Satz um Satz holen sich die Hausherren und können am Ende diese zwei wichtigen Punkte für sich verbuchen. Damit ist Offenburg wieder im Rennen um die DM und Rosenheim hat - wenn überhaupt - nur noch theoretische Chancen. Damit sind die letzten Heimpartien für Rosenheim reine Pflichtaufgaben, in denen man vielleicht das Zünglein an der Waage sein darf.

Kapitän Steve Schmutzler nach dem Spiel: „Wir haben heute sicherlich nicht unsere schlechteste Saisonleistung gezeigt. Wir haben es aber auch nicht geschafft, noch ein paar Prozent draufzulegen, als Offenburg das Spiel an sich riss. Nach dem ersten Satzverlust brach die Stimmung ein und Offenburg spielte plötzlich eine Klasse besser. Wir nehmen die positiven Punkte aus diesem Spiel mit zum EFA-Cup und werden am Dienstag im Training uns noch einmal auf unsere Stärken konzentrieren, die wir heute etwas vermissen ließen, um beim diesem Event das bestmöglich herauszuholen: Unseren Kampfgeist“

Kommende Woche vertritt der MTV Rosenheim die Bundesrepublik Deutschland gemeinsam mit dem TV Voerde im schweizerischen Diepoldsau. In der Vorrunde trifft man am Freitag ab 11.00Uhr auf die Tscheschichen Vertreter aus Prag, Wanzenhausen mit Angriffshühne Cyrill Schreiber aus der Schweiz, den Gastgeber Diepoldsau sowie den frisch gebackenen österreichischen Staatsmeister aus Freistadt. Eine echte Hammergruppe in der der Gruppensieger direkt in Halbfinale einzieht, während sich der zweite und dritte im Überkreuzspiel gegen einen Vertreter aus der Gruppe B für das Halbfinale qualifizieren muss. Im vergangenen Jahr erreichte der MTV in Linz einen hervorragenden dritten Platz. Ober die Oberbayern auch in diesem Jahr wieder um die Medaillen mitspielen können, bleibt abzuwarten. Eine ordentliche Fangruppe wird seinen MTV tatkräftig in der Schweiz unterstützen.

Wie die gesamte Liga-Konkurrenz bekam auch Rosenheims Bundesligateam am vergangenen Samstag im Heimspiel die Überlegenheit des TSV Pfungstadt zu spüren. Nach gut einer Stunde Spielzeit unterlag das Team um Spielführer Steve Schmutzler dem Welt- und Europapokalsieger mit 0:5 (8:11, 2:11, 9:11, 7:11, 8:11) Sätzen. Rosenheims Fünf konnte zwar phasenweise mithalten, doch ernsthaft in Bedrängnis bringen konnte man die Hessen zu keinem Zeitpunkt der Partie.

Der Auftaktsatz weckte zarte Hoffnungen auf ein interessantes Match. Die hoch motivierten Gastgeber wussten mit gelungenen Aktionen zu gefallen und nutzten die sich bietenden Chancen konsequent. Mit 8:11 setzten sich aber dennoch die Gäste durch. Im 2. Satz ließen die Pfungstädter den MTV-lern nicht den Hauch einer Chance und man wurde mit 2:11 abgefertigt. Von diesem Nackenschlag ließen sich die Hausherren aber nicht entmutigen und zeigten in der folgenden Runde ihre kämpferischen Qualitäten. Wenngleich immer knapp im Rückstand, so blieb man stets auf Tuchfühlung ehe man sich beim Stande von 9:10 mit einem Fauxpas im Spielaufbau den möglichen Ausgleich und Schritt in die Satzverlängerung selbst zerstörte. Entsprechend geknickt ging es zur Pause in die Kabine. Mit zwei Wechseln im Defensivbereich kam man nach der 10-minütigen Verschnaufpause aufs Feld zurück. Mit einigen gelungenen Aktionen schöpfte man noch einmal Mut, doch der Druck des Deutschen Meisters blieb hoch und als man auch noch einige vermeidbare Punktverluste hinnehmen musste, war mit 7:11 auch Satz Nr. 7 dahin. Im folgenden Durchgang schien das Spiel einem schnellen Ende zuzulaufen. Doch trotz 4:10-Rückstands steckten die Rosenheimer nicht auf und konnten noch 4 Matchbälle abwehren ehe Patrick Thomas den Deckel zum 8:11 zumachte.

Wir haben durchwegs wechselhaft gespielt und so kann man dem TSV Pfungstadt nicht beikommen. Aufgegeben haben wir aber nie und zum Spielende noch einmal gezeigt, dass man uns niemals abschreiben sollte.“ so Spielführer Steve Schmutzler nach dem Spiel.

Kommendes Wochenende stehen zwei Auswärtspartien beim TV Waldrennach und dem FBC Offenburg an. Nach der Nullnummer vom Samstag erwarten sich die die MTV-ler hier wieder Zählbares.

MTV Rosenheim: Steve Schmutzler, Patrick Schiep, Abdilaziz Lamharraf, Lothar Kiermaier, Christian Weiß, Thomas Schenk, Marcel Hebling, Lukas John

Die weiteren Ergebnisse:

TV Waldrennach : TV Vaihingen/Enz 4:5, FBC Offenburg : TV Waibstadt 5:1, TV Wünschmichelbach : TV Oberndorf 5:3, TV Vaihingen/Enz : TSV Pfungstadt 0:5, TV Oberndorf : TV Waldrennach 5:3

Den härtesten Gegner, den es im weltweiten Vereinsfaustball gibt, empfängt das Bundesligateam am kommenden Samstag um 16 Uhr auf der Sportanlage in Oberwöhr. Zu Gast ist der deutsche Serienmeister und amtierende Welt- und Europapokalsieger TSV Pfungstadt. Das Team um die Brüder Patrick und Sebastian Thomas dominiert die nationale und internationale Faustballszene seit einigen Jahren in einer noch nie dagewesenen Art und Weise. Auch in der laufenden Feldrunde stehen die Pfungstädter wieder verlustpunktfrei an der Tabellenspitze der 1. Bundesliga Süd und haben dabei in ihren acht gespielten Partien ganze zwei Sätze abgegeben. Zweimal nah dran an Satzerfolgen waren auch die MTV-ler bei der 0:5-Niederlage im Hinspiel, als man sich mit 9:11 und 13:15 knapp geschlagen geben musste. Wenngleich nichts Zählbares heraussprang, so zeigte diese Partie immerhin, dass zumindest Rosenheimer Teilerfolge möglich sind.

Auch am Samstag will man den Hessen das Leben möglichst schwer machen und peilt an, mit einem annehmbaren Ergebnis Selbstvertrauen für die anstehenden Partien sammeln zu können. Da man mit kompletten Kader antreten kann und die Heimbilanz mit drei Siegen und 15:4 Sätzen ausgezeichnet ist, geben die Vorzeichen für das Duell mit Spitzenreiter Anlass zur Hoffnung.

Die geplante Attacke auf die Spitzenplätze blieb aus. Nach einer 1:5 (5:11, 7:11, 11:7, 9:11, 9:11, 9:11)-Niederlage am Samstag beim TV Schweinfurt-Oberndorf konnte Rosenheims Bundesligateam am Sonntag mit einem 5:1 (11:7, 11:7, 11:7, 11:7, 9:11, 11:6)-Sieg über den TV Waibstadt lediglich ihren im Tabellen-Mittelfeldplatz untermauern.

Die ersten beiden Sätze in Schweinfurt diktierten die Gastgeber. Im Gegensatz zu den MTV-lern, die in vielen Situationen zu passiv und zögerlich agierten, konnten die TVO-ler die Aufschläge der MTV-ler „gut lesen“, zielgenau aufbauen und mit platzierten Schlägen konsequent punkten. Anfangs des 3. Satzes profitierten die Rosenheimer von Fehlern der Gastgeber und schafften durch ein 11:7 den Satzanschluss. Nach der 10-minütigen Pause agierten die Unterfranken aber wieder mit viel Spielwitz und bereiteten den MTV-lern erneut Abstimmungsprobleme. Trotzdem arbeitete man sich nach Dauerrückstand auf 9:9 heran, doch in der entscheidenden Phase brachte man sich mit zwei ärgerlichen Eigenfehlern um den Lohn. Den 5. Durchgang ließ man sich wiederum gegen Satzmitte entreißen, als man nach 4:6-Führung mit 6:8 ins Hintertreffen geriet und erneut mit 9:11 das Nachsehen hatte. In der letzten Runde des Tages lief man dagegen dauerhaft hinterher und konnte bis zum dritten 9:11 nur noch Ergebniskorrektur leisten. Nach dieser Niederlage galt es am Sonntag im Heimspiel gegen das Schlusslicht TV Waibstadt der Favoritenrolle gerecht zu werden. Mit der Konzentration auf das Wesentliche ging man die Partie gegen den Aufsteiger an und lag damit richtig. Die jungen Badener suchten ihr Heil in der Offensive und versuchten mit riskanten Angaben und Angriffsschlägen zum Erfolg zu kommen. Diese Taktik zog aber auch eine relativ hohe Fehlerquote nach sich und so kamen die solide spielenden MTV-ler zu vier ungefährdeten 11:7-Satzerfolgen in Serie. Im fünften Satz konnten die Kraichgauer ihre Eigenfehler auf Null senken, dagegen unterliefen den Gastgebern einige Nachlässigkeiten und verpassten so durch ein 9:11 das optimale Siegresultat. In der folgenden Runde ließ man dagegen keine Zweifel mehr aufkommen und tütete durch ein 11:6 den Heimsieg ein.

„Die Niederlage am Samstag war verdient, da die Schweinfurter cleverer gespielt haben. Die Leistung beim Sieg über Waibstadt war o. k. aber glanzlos“ so Spielführer Steve Schmutzler nach dem durchwachsenen Wochenende.

MTV Rosenheim: Steve Schmutzler, Abdilaziz Lamharraf, Lothar Kiermaier, Christian Weiß, Thomas Schenk, Marcel Hebling, Patrick Schiep (nur So.)

Die weiteren Ergebnisse:

TV Wünschmichelbach : TV Vaihingen/Enz 5:2, TV Waldrennach : TSV Pfungstadt 1:5, TV Vaihingen/Enz : TV Oberndorf 1:5, TSV Pfungstadt : TV Wünschmichelbach 5:0, FBC Offenburg : TV Waldrennach 5:2

Zwei sehr unterschiedliche Herausforderungen stehen dem "Mangfall-Quintett" am Wochenende ins Haus. Während die Hürde am Samstag mit der Auswärtspartie beim TV Schweinfurt-Oberndorf sehr hoch ist, sollte das Heimspiel am Sonntag um 14 Uhr gegen den TV Waibstadt eine lösbare Aufgabe darstellen.

Den Charakter eines richtungsweisenden Spiels hat das bayerische Derby in der unterfränkischen Kugellagerstadt. Die Schweinfurter sind mit 8:2 Punkten sehr gut in die Saison gestartet und würden mit einem Heimsieg die MTV-ler (6:6 Punkte) wohl vorentscheidend abhängen. Somit gilt es für Schmutzler & Co., mal wieder eine Auswärtspartie bei einem Top-Team für sich zu entscheiden, um im Kampf um die drei DM-Endrundenplätze aussichtsreich im Rennen zu bleiben. Im letzten Jahr konnten die Rosenheimer mit einem hauchdünnen 5:4-Sieg die Punkte beim TVO entführen und hoffen auch diesmal auf einen vergleichbaren Coup.

Einen sogenannten Pflichtsieg haben sich die MTV-ler dagegen für das sonntägliche Heimspiel gegen den TV Waibstadt auf die Agenda geschrieben. In der ersten Rückrundenpartie sind die Rollen klar verteilt. Gegen das noch sieglose Team aus dem Kraichgau dürfen sich die Oberwöhrer auf eigenem Platz keine Blöße geben, will man den eigenen Ansprüchen gerecht werden. Doch das Hinspiel, das mit 5:3 an den MTV ging zeigte, dass auch gegen den TVW Vorsicht geboten ist. In diesem Spiel bei nassen Bedingungen waren die Waibstädter lange Zeit ein absolut ebenbürtiger Gegner und stellten unter Beweis, dass ihr überraschender Aufstieg nicht von ungefähr kam.

Ein hartes Stück Arbeit in Gestalt des Faustballclubs Offenburg hat das Erstligateam am Sonntag auf der Sportanlage in Oberwöhr erledigt. Bei sommerlichen Temperaturen konnte man sich nach dreimaligen Satzrückstand und zweistündiger Spielzeit mit 5:3 (4:11, 11:6, 11:13, 11:8, 7:11, 11:5, 11:5, 11:8) Sätzen durchsetzen. Mit diesem Erfolg ist das Punktekonto der MTV-ler wieder ausgeglichen und sind die Optionen auf eine Spitzenplatzierung weiter offen.

Nur die Statistenrolle war den Rosenheimern im 1. Satz zuteil, in der die Offenburger aus einer sicheren Abwehr heraus punktgenau aufbauten und ihre Angriffe konsequent vollsteckten. Mit Anpfiff der Runde 2 konnte man mit erhöhtem Angabendruck den Spielfluss des FBC einbremsen und über eine 5:2-Führung mit 11:6 den Satzausgleich herstellen. Und auch im 3. Satz waren die MTV-ler bis zum 10:7 die tonangebende Mannschaft, ehe man sich mit Annahmeschnitzern und Aufschlagfehlern selbst ein Bein stellte und mit einem 11:13-Satzverlust die Quittung bekam. Mit diesem Nackenschlag ging es in die erste 10-minütigen Spielpause, wo es galt, die heißen Köpfe wieder zu kühlen. Und die Erholungszeit brachte die erhoffte Wirkung, denn Satz Nr. 4 wurde seitens des MTV konzentriert durchgezogen, woraus ein 11:8-Erfolg resultierte. Doch bereits einen Seitenwechsel später war es mit der Rosenheimer Herrlichkeit wieder vorbei und beim chancenlosen 7:11 in Satz Nr. 5 kamen ungute Erinnerungen an die Auftaktphase der Partie auf. Ein 4-Punkte-Zwischenspurt Mitte des folgenden Satzes sorgte aber wieder für bessere Laune in den Reihen der Oberwöhrer. Nach zähem Ringen konnte man beim Stande von 3:3 auf 7:3 davonziehen und mit 11:5 die Runde zum 3:3-Satzausgleich nach Hause bringen. In der folgenden zweiten Pause machte man sich intensiv Gedanken, wie denn endlich ein „Break“ mit den Bällen der Gäste zu schaffen sei. Und mit Positionswechseln in der Defensive und leicht verändertem System gelang der vorentscheidende Schlag. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten stand man ab Satzmitte bombensicher und konnte am Ende mit einem erneuten 11:5 erstmals in Front gehen. Jetzt stellten die Badener noch einmal ihr System auf vorgezogene Mitte um und forderten den MTV-lern im 8. Satz noch einmal alles ab. Beim Zwischenstand von 6:8 lag ein Entscheidungssatz in der Luft, doch mit einer 5-Punkte-Serie konnten die Rosenheimer diesem intensiven Match ein vorzeitiges Ende bereiten.

MTV Rosenheim: Steve Schmutzler, Patrick Schiep, Abdilaziz Lamharraf, Lothar Kiermaier, Marcel Hebling, Thomas Schenk, Christian Weiß

Offenburg war wie erwartet ein harter Gegner. Bei der Hitze hat kein Spieler über die gesamte Spieldistanz fehlerfrei agiert. Wir haben uns jedoch nicht verrückt gemacht und unsere Zähigkeit hat sich am Ende ausbezahlt“ so Spielführer Steve Schmutzler.

Die weiteren Ergebnisse:

TV Vaihingen/Enz : TV Waldrennach 5:0, TV Oberndorf : TV Wünschmichelbach 5:3, TSV Pfungstadt : TV Waibstadt 5:0

Die Bundesliga-Partie der punktgleichen Tabellen-Nachbarn MTV Rosenheim und FBC Offenburg findet am Sonntag um 14 Uhr auf der Sportanlage in Oberwöhr statt. Beide Teams weisen derzeit 4:6 Zähler auf und nur der Sieger dieses Matches darf in nächster Zeit noch auf die Spitzenplätze schielen. Der Verlierer dieses Vergleichs findet sich dagegen im Abstiegskampf mit den beiden letztplatzierten Teams wieder.

Orientiert man sich an den letzten Ergebnissen beider Mannschaften, so sieht man die Gäste klar im Vorteil. Während die MTV-ler nämlich beim Doppel-Auswärtsspieltag in Wünschmichelbach und Pfungstadt klare Niederlagen einstecken mussten, gelang dem schlecht in die Saison gestarteten FBC mit einem 5:2-Heimsieg über den TV Vaihingen/Enz ein kleiner Befreiungsschlag. Doch für das Duell am Sonntag dürften diese Resultate wenig Aussagekraft haben, zu gut kennen sich die beiden arrivierten Teams aus zahllosen Vergleichen und es dürfte allein die Tagesform über Wohl und Wehe entscheiden. Wie offen der Ausgang der Partie ist, belegen auch unterschiedlichen Resultate aus der Vorsaison, als die Rosenheimer im Heimspiel mit 5:3 die Oberhand über die Offenburger behielten und auswärts dagegen mit 1:5 Sätzen unter die Räder kamen.

Die Voraussetzungen für die Gastgeber am Sonntag sind gut, denn erstmals in dieser Saison kann man personell aus dem Vollen schöpfen und mit kompletten 8-Mann-Kader auflaufen.

Wie in den letzten Jahren gab es für das Bundesligateam in den Auswärtspartien in Wünschmichelbach und Pfungstadt nichts zu holen. In der Samstag-Partie im Odenwald setzte es eine 1:5 (7:11, 7:11, 14:12, 8:11, 8:11, 10:12)-Pleite und beim hessischen Serienmeister musste man eine 0:5 (9:11, 5:11, 4:11, 13:15, 4:11)-Klatsche einstecken. Damit hat sich die Fünf um Spielführer Steve Schmutzler aus der oberen Tabellenregion wieder verabschiedet. Am kommenden Sonntag gilt es, im Heimspiel gegen den FBC Offenburg zu punkten, um Abstand zu den beiden Abstiegsplätzen zu wahren.

Nachdem die Oberwöhrer in den letzten beiden Jahren in Wünschmichelbach kein Bein auf den Boden gebracht hatten, unternahm man diesmal den Versuch, durch ein Bad in einem Waldsee zum Abschluss der 5-stündigen Anreise wieder frisch zu werden. Diese Maßnahme zeigte aber nicht die erhoffte Wirkung, denn in den ersten beiden Sätzen gaben wie gehabt die Gastgeber den Ton an. Im 3. Satz meldeten dann aber die Gäste ihre Ansprüche an und spielten sich mit 9:5 in den Vordergrund. Die agilen Badener brachten die MTV-ler zwar noch in Bedrängnis, doch in der umkämpften Schlussphase bewiesen die Rosenheimer das nötige Stehvermögen (14:12). Die beiden folgenden Sätze verliefen dagegen nahezu identisch. Eine anfängliche MTV-Führung hatte nicht lange Bestand und in der Folge rannte man immer knapp der Musik hinterher. Mit jeweils 11:8 brachten die TVW-ler die Runden nach Hause. Im 6. Durchgang gelang es zwar, über die gesamte Spieldistanz Schritt zu halten, doch ein bitteres 10:12 besiegelte die 1:5-Niederlage. Dass es in der Sonntagpartie beim Weltpokalsieger TSV Pfungstadt wohl nichts zu erben geben würde, war absehbar. Zumindest zwei Teilerfolge in Form von Satzgewinnen wären aber drin gewesen. So im Auftaktsatz (9:11), als bei Pfungstadts Hauptangreifer Patrick Thomas die Feinjustierung noch nicht ganz stimmte und insbesondere im 4. Satz, als die Rosenheimer eine ausgezeichnete Runde spielten und sich fünf Satzbälle erarbeiteten. Doch drei davon wurden mit direkten Aufschlagpunkten zunichte gemacht und zweimal konnten man die eigenen Attacken nicht gewinnbringend versenken. Mit 13:15 hatte man am Ende erneut das Nachsehen. In den Sätzen 2, 4 und 5 sah man hingegen kein Land und musste die Überlegenheit der Pfungstädter neidlos anerkennen.

MTV Rosenheim: Steve Schmutzler, Patrick Schiep, Lothar Kiermaier, Marcel Hebling, Christian Weiß, Thomas Schenk

„Trotz der klaren Niederlagen bin ich nicht gänzlich unzufrieden, da wir uns insgesamt anständig verkauft haben. Einige Satzgewinne wären durchaus drin gewesen aber Pfungstadt und auch Wünschmichelbach haben gezeigt, dass sie zurecht die Tabelle anführen“ so Steve Schmutzlers Fazit.

Die weiteren Ergebnisse:

TV Vaihingen/Enz : TV Waibstadt 5:1, FBC Offenburg : TV Vaihingen/Enz 5:2, TV Waldrennach : TV Oberndorf 3:5, TV Waibstadt : TV Wünschmichelbach 1:5

Am vergangenen Wochenende empfing der MTV den TV Waldrennach auf der heimischen Sportanlage an der Turneralm. Trotz eines 5:0 – Endergebnisses (13:11, 13:11, 11:5, 11:9, 11:9) war das Spiel über weite Strecken ausgeglichen und der Gastgeber hatte alle Hände voll zu tun, die Punkte in der Heimat zu lassen.

Da Thomas Schenk berufsbedingt nicht zur Verfügung stand und Angreifer Patrick Schiep eine Verletzung auskurieren musste, rückten mit Lukas John und Günter Ortmeier zwei Spieler nach, die bereits in der Hallensaison in der ersten Liga im Einsatz waren, in dieser Saison vorerst aber für die zweite Mannschaft Ihren Einsatz bringen. Entsprechend war man für die anstehende Partie gut aufgestellt. Die Gäste konnten mit komplettem Kader ebenfalls aus dem Vollen schöpfen. Die „Waldis“ nutzten Ihre Wechselmöglichkeiten über das Spiel hinweg. Rosenheim hingegen spielte mit einer Formation durch, um künftige Einsätze von John und Ortmeier auf Grund der Festspielregelung nicht zu gefährden. In der Abwehr standen Marcel Hebling und Lothar Kiermaier neben Christian Weiß auf der Grundlinie, während Abdilaziz Lamharraf und Steve Schmutzler das Angriffsduo bildeten.

Die Partie begann ausgeglichen, beide Mannschaften tasteten sich in das Spielgeschehen. Zur Mitte des ersten Satzes hatte Rosenheim einen kleinen Vorsprung, doch Waldrennach arbeitete sich wieder heran, konnte das Ruder am Ende aber nicht mehr herumreißen. Im zweiten Satz führten die Schwarzwälder bis zur Mitte des Satzes, mussten zum Ende hin aber erneut knapp den Hausherren den Vortritt lassen. Im dritten Durchgang hatten die Gäste dem MTV nichts entgegenzusetzen. Durch zu wenig Druck aus der Angabe kamen die Mangfalltaler immer wieder in optimale Abschlussposition. Über ein klares 11:5 ging es mit 3:0 in die Pause.

Die beiden letzten Sätze verliefen nahezu identisch: Rosenheim startet gut, verliert den Faden bis zum 6:8 und zieht dann noch einmal an, um den Satz mit 11:9 für sich zu entscheiden.

Steve Schmutzler nach dem Spiel: „Das 5:0 tut uns erstmal sehr gut, da wir nun aus 3 Partien 4 Punkte geholt haben. Zu hoch darf man den Sieg aber nicht bewerten. Wir kamen etwas zu leicht aus der Angabe raus, weil Waldrennach große Probleme mit kurzen Bällen hatte. Darauf kann man nicht immer bauen. Wir müssen für den weiteren Saisonverlauf schon noch die ein oder andere Schippe drauflegen.“ Dazu hat das Team kommende direkt Gelegenheit, wenn es auswärts bei den beiden ungeschlagenen Teams in Wünschmichelbach und Pfungstadt antreten muss.

Am Samstag steht für das Bundesligateam ab 16 Uhr auf der Sportanlage in Oberwöhr das erste Heimspiel der Feldrunde 2017 gegen den TV Waldrennach an. Nach der 2:2-Punkteausbeute vom Auftakt-Doppelspieltag vor Wochenfrist wollen Schmutzler & Co. zu Hause nachlegen und mit einem Erfolg in die Positiven gehen.

Man muss bis ins Jahr 2002 zurückblättern, um den TV Waldrennach zuletzt in der 1. Feldbundesliga zu finden. 14 Jahre lang gehörten die Nord-Schwarzwälder seitdem durchgehend der 2. Bundesliga an, ehe im letzten Sommer die Rückkehr ins Oberhaus gelang. Im Gegensatz zu damals soll es heuer kein einjähriges Intermezzo werden und man will sich in der 1. Liga etablieren. Nach dem souveränen Aufstieg setzte es zum Saisonauftakt aber gleich einmal zwei deftige Niederlagen. Nach einem ernüchternden 1:5 im Heimspiel gegen den TV Wünschmichelbach musste man beim TSV Pfungstadt eine erwartungsgemäße 0:5-Packung einstecken. Um nicht gleich zu Saisonanfang ins Hintertreffen zu gelangen, dürften die Mannen aus dem Stadtteil Neuenbürgs auf einen Überraschungscoup in Rosenheim spekulieren. Insbesondere in der Defensive wird dem TVW absolute Erstligareife attestiert und mit dem vom TV Stammheim zurückgekehrten Abwehrspieler Niklas Erhart steht auch ein aktueller Nationalspieler im Kader. Das MTV-Team wiederum will an den erkämpften 5:3-Sieg vom vergangenen Sonntag in Waibstadt anknüpfen. Hier bewies man in brenzligen Situationen mehrfach gute Nerven und ist überzeugt, auch den zweiten Aufsteiger in die Schranken weisen zu können. Wie in den ersten Partien kann man allerdings erneut nicht mit vollständigem Kader ins Spiel gehen. Nachdem zuletzt Marcel Hebling (Kniereizung) und Abdilaziz Lamharraf passen mussten, fehlen diesmal Patrick Schiep (Schulterverletzung) und aus beruflichen Gründen Thomas Schenk. Dafür rücken von der 2. Mannschaft Günter Ortmeier und Lukas John in den Bundesligakader nach.

Am vergangenen Wochenende starteten die MTV- Faustballer wieder in die Bundesliga- Saison. In Vaihingen/Enz kam man über ein 2:5 (12:10, 11:13, 9:11, 10:12, 11:9, 4:11, 8:11) nicht hinaus. Tags darauf in Waibstadt behauptete man sich nach 2 Stunden mit 5:3 (9:11, 11:7, 7:11, 11.9, 11.8, 5.11, 11:9, 11:7).

Nach einem sehr erfolgreichen Abschluss der Hallensaison ging der MTV etwas verspätet in die Vorbereitung der Rasensaison. Trotz gutem Turnierergebnis im schweizerischen Elgg stand an diesem Wochenende eine „Standortbestimmung“ an. Entsprechend schwer tat man sich samstags beim TV Vaihingen/Enz, wo man große Schwierigkeiten hatte, sich auf die gegnerischen Aufschläge einzustellen. Den ersten Durchgang sicherte man sich mit Unterstützung durch Fehler im vaihinger Angriffsspiel knapp mit 12:10. Im zweiten Satz hatte man beim 8:5 schon einen komfortablen Vorsprung, konnte seine Chancen aber nicht effektiv nutzen und ließ die Gastgeber aufschließen und letztendlich sogar den Satz gewinnen. Mit etwas Ärger darüber begann der folgende Satz mit einem klassischen Fahlstart. Den Anfänglichen Rückstand von 1:4 konnte man nicht mehr egalisieren und musste den 1:2 Satzrückstand hinnehmen. Durchgang 4 & 5 waren von beiden Seiten hart umkämpft. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen und jedes Team konnte einen Satz für sich gewinnen. In den folgenden Sätzen hatte Rosenheim jedoch immer das Nachsehen, da Vaihingen sehr stabil aus der Abwehr heraus agierte und dadurch immer wieder in optimale Angriffspositionen kam, die effektiv genutzt wurden. Mit 11:4 und 11:8 ließen sich die Schwaben die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und verbuchten die 2 Punkte für sich.

Am Tag darauf musste man sich dann beim Neuaufsteiger aus Waibstadt präsentieren. Abdilaziz Lamharraf pausierte aufgrund von Schulterschmerzen. Für ihn rückte Thomas Schenk zu Lothar Kiermaier und Christian Weiß in die Abwehrreihe. Das Angriffsduo bildete Patrick Schiep und Steve Schmutzler. Der TVW zeigte sich in guter Verfassung und stellte die rosenheimer Verteidigungsreihe bei nassem Wetter vor schwierige Aufgaben. Verdient ging der erste Satz an den Aufsteiger. Nach einem phasenweise sehr guten zweiten Satz und dem Satzausgleich brachte man im dritten Satz keinen Fuß auf den Boden. Erneut sah man sich im rosenheimer Lager in Rückstand. Auch nach der Pause kommt man erstmal nicht ins Spiel, liegt 0:4 zurück. Dann unterlaufen den Hausherren Fehler, Rosenheim schließt auf und sichert sich beim 10:6 vier Matchbälle. Erst mit dem Vierten ist der Satzausgleich wiederhergestellt. Der fünfte Satz startete ausgeglichen, bis sich Mitte des Satzes der MTV einen Dreipunktevorsprung sicherte, den man bis zum 3:2 behauptete. Euphorisch wollte man seinen Vorsprung ausbauen, konnte im folgenden Satz dem TV Waibstadt nicht entgegensetzen. Diese punkteten nahezu aus jeder Situation nach Belieben. Ausgeglichen ging es in die letzte Pause. Nach dieser zeigte der MTV, dass man in den entscheidenden Phasen noch immer eine Leistungssteigerung abrufen kann. Spektakuläre Abwehraktionen machten es den Hausherren schwer zum direkten Punkterfolg zu kommen. Im vorletzten Satz konnte sich dennoch kein Team mehr als zwei Bälle absetzen. Die Oberbayern agierten etwas souveräner und sicherten sich diesen vielleicht vorentscheidenden Satz. Im letzten Durchgang ließen die MTV‘ler dann keinen Zweifel mehr daran, wer diese Punkte für sich verbuchen würde. Mit 5:3 können die Rosenheimer zumindest zwei Punkte an diesem Wochenende verbuchen.

„Trotz unserer kurzen Vorbereitungszeit hätten wir die Chance gehabt, vier Punkte an diesem Wochenende zu holen. Gegen Vaihingen waren wir nicht agil genug, um die gegnerischen Angriffe besser zu parieren. In Waibstadt haben wir lange gebraucht, um uns auf die gegnerischen Angriffe einzustellen. Mit den zwei Punkten sind wir aber durchaus zufrieden und schauen nach vorn“ analysiert Kapitän Steve Schmutzler nach dem Spiel. Kommendes Wochenende empfängt man zu Hause den TV Waldrennach, der gemeinsam mit dem TV Waibstadt aufgestiegen ist.

Mit der Silbermedaille im Gepäck kehrte das Männer 45-Team von der Deutschen Hallenmeisterschaft aus Heidenau zurück. Nach sieben wechselhaften Spielen war der Deutsche Feldmeister mit dem nach 2014 zum zweiten Mal erreichten 2. Platz unter dem Hallendach absolut zufrieden. Der Titel ging an den gastgebenden SSV Heidenau, der zum dritten Mal in Serie die Hallen-DM dieser Altersklasse gewinnen konnte.

Bereits zum Auftakt der Gruppenphase mussten sich die MTV-ler den Dresdner Vorstädtern stellen. Nach einem knappen 10:12 im ersten Satz geriet man in Runde 2 mit 3:11 unter die Räder. Auch das nächste Vorrundenmatch gegen den Außenseiter TV Wasenbach gab zu keinen großen Hoffnungen Anlass. Erst nach zähen Spielverlauf holte man sich mit 11:8 und 11:3 den ersten Tagessieg. Im Spiel Nr. 3, in dem es zum Finalduell der letzten Feld-DM zwischen den MTV-lern und dem SV Moslesfehn kam, zeigte das Team um Spielführer Peter Feist aber erstmals seine Qualitäten und setzte mit dem 2:0 (11:9, 11:6) eine erste Duftmarke. Bereits einen Satz später stand man aber erneut vor dem k.o., als man gegen das abgezockte Team des VfL Kellinghusen mit 4:11 das Nachsehen hatte. Im zweiten Durchgang fand man aber das richtige Rezept und verdiente sich mit einem überzeugenden 11:5 doch noch den Einzug ins Kreuzspiel um den Einzug ins Halbfinale.

Hier trafen Kiermaier & Co. am zweiten Wettkampftag mit dem VfB Stuttgart auf ein Team, das keiner für die Endrunde auf dem Zettel hatte. Doch das Spiel gegen die MTV-ler sollte Endstation für die Schwaben sein. Vom An- bis Abpfiff agierte man konzentriert und fehlerfrei und konnte mit einem souveränen 2:0 (11:2, 11:2)-Sieg das Halbfinalticket lösen. Hier wartete mit dem dem Leichlinger TV ein ganz harter Brocken. Im lange Zeit ausgeglichenen 1. Satz hatten die Rheinländer zum Ende hin die besseren Argumente und setzten sich mit 11:7 durch. Im zweiten Satz hatten die MTV-ler von Beginn weg Mühe, Schritt zu halten und beim Stande von 8:10 schien die Partie gelaufen. Doch nervenstark konnten die Rosenheimer drei Matchbälle abwehren und mit 13:11 den umjubelten Satzausgleich herstellen. Im Entscheidungssatz lief es bei den MTV-lern dann perfekt und mit einem 11:4 zog man ins DM-Endspiel ein. Erneut ging es hier gegen den SSV Heidenau, der sich in souveräner Manier die Finalteilnahme gesichert hatte. Zwei 4-Punkte-Serien der Sachsen bei Zwischenständen von 2:1 und 5:6 waren im 1. Satz für den 7:11-Satzverlust hauptverantwortlich. Anfangs des zweiten Satzes sorgten dann zwei umstrittene Schiedsrichterentscheidungen für großen Unmut in den MTV-Reihen. In der Folge verlor man völlig den Faden und geriet aussichtslos mit 1:7 ins Hintertreffen. Damit war die Partie gelaufen und mit 5:11 ging vor lautstarker Kulisse der Deutsche Meistertitel an die clever spielenden Heidenauer.

MTV Rosenheim: Armin Held, Lothar Kiermaier, Christian Weiß, Peter Feist, Thomas Schenk, André Marsch, Rudi Blechschmidt, Thomas Dotzauer

Deutsche Meisterschaft Männer 45

  1. SSV Heidenau
  2. MTV Rosenheim
  3. Leichlinger TV
  4. TV Ochsenbach
  5. VfB Stuttgart
  6. VfL Kellinghusen
  7. TuS Oggersheim
  8. SV Moslesfehn
  9. Berliner TS
  10. TV Wasenbach

1. BL: Rückzug aus dem Hallen-Oberhaus

Donnerstag, 13 April 2017 12:00

Keine vier Wochen nach dem Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft hat Abteilungsleiter Christian Weiß bei der Deutschen Faustball Liga (DFBL) die erste Mannschaft aus der 1. Hallenfaustball-Bundesliga Süd abgemeldet. Da mehrere Spieler für die kommende Saison 2017/2018 nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen würden und man so kein breit aufgestelltes, wettbewerbsfähiges Team ins Rennen hätte schicken können, sah man sich seitens der Abteilungsführung zu diesem bedauerlichen Schritt veranlasst. Nach mannschaftsinterner Abstimmung fiel die Entscheidung auch deshalb frühzeitig, da ein Rückzug zu einem späteren Zeitpunkt eine Verbandsstrafe in Höhe von 500 € zur Folge gehabt hätte.

In den insgesamt sieben Spielzeiten in der 1. Hallenbundesliga wurde das MTV-Team einmal Dritter und landete je zweimal auf dem vierten, fünften und sechsten Tabellenplatz. Bei den beiden Teilnahmen an den DM-Endrunden erreichte man einmal Rang 4 und zuletzt als größten Erfolg den 2. Platz.

Die junge zweite Mannschaft des MTV spielt in der kommenden Hallenrunde weiterhin in der 2. Bundesliga Süd. In der bevorstehenden Feldrunde, die am Samstag, den 6. Mai beginnt, nimmt das Hallen-Vizemeisterteam mit nahezu komplettem Kader an den Spielen in der 1. Bundesliga Süd teil.

"DM dahoam": Silber! :-)

Montag, 13 März 2017 19:12

Auf eine durch und durch gelungene Deutsche Meisterschaft im Hallenfaustball der Männer, am vergangenen Wochenende in der Gabor-Halle, können die Organisatoren und Akteure des MTV zurückblicken. Erstmalig fand in Rosenheim eine solche Faustball-Großveranstaltung statt und der Ausrichter überzeugte auf ganzer Linie: Großartiges Ambiente, perfekte Vorbereitung und Spiele auf absolutem Spitzenniveau machten dieses Event zu einem bleibenden Erlebnis für alle Besucher.

Durch die Ausrichtung dieser Meisterschaft war das Gastgeberteam gesetzt. Hinzu kamen die beiden Erstplatzierten der 1. Bundesliga Süd und die drei Ersten aus der 1. Bundesliga Nord. In zwei Dreiergruppen wurden die Halbfinalteilnehmer ausgespielt. Im Auftaktspiel der Gruppe B traf der Gastgeber auf den Titelverteidiger TSV Pfungstadt, der im Laufe der gesamten Saison nur drei Satzverluste verbuchen musste. Die Rosenheimer fanden kaum ihren Spielrhythmus, um dem Seriensieger der letzten Jahre ernsthaft in Bedrängnis zu bringen und die Partie ging klar mit 3:0 (11:6, 11:7, 11:8) an den Favoriten. Da der zweite Gruppengegner Ahlhorner SV gegen die Pfungstädter ebenso deutlich verlor, kam es in der Begegnung gegen die Niedersachsen zum Showdown um das zweite Halbfinal-Ticket. Beide Teams waren bis in die Haarspitzen motiviert und zeigten sich vor den 800 Zuschauern von Ihrer besten Seite. Beflügelt von dieser großartigen Kulisse legte Rosenheim einen optimalen Start hin. Von der Abwehr über das Zuspiel bis hin zum Angriff lief alles wie aus einem Guss und mit 11:3 ging der erste Satz ungefährdet an das Heimteam. Im 2. Durchgang kam der ASV besser aus den Startlöchern. Doch aus einer sicheren Defensive dreht der MTV den 1:4 Rückstand zu einem 5:4, zieht auf 8:5 davon und besiegelt den Satz mit einem Ass zum 11:7. Satz Nr. 3 bot dann das erwartet enge Spiel auf Augenhöhe. Nach zahlreichen Führungswechsel hatten die Rosenheimer beim 10:9 den Sieg vor Augen, doch die Ahlhorner wehrten den Matchball mit einem Aufschlagpunkt erfolgreich ab und schafften durch zwei weitere Punkte den Satzanschluss. Im vierten Durchgang sah es nach einer 5:1-Führung schon nach einer Vorentscheidung zugunsten der Oberbayern aus. Doch die zeigten Nerven..., beim 7:7 war der Vizemeister der 1. Bundesliga Nord wieder dran und durch eine Fehlerserie der Gastgeber musste nach einem 8:11 ein Entscheidungssatz her. Hier agierte zunächst nur der ASV. Der MTV kann mit dem Service nicht genügend Druck erzeugen und Ahlhorn versenkt einen Ball nach dem anderen. Bei 2:6 wurden ein letztes Mal die Seiten gewechselt und die MTV-ler korrigierten zudem ihre Abwehr-Formation. Aber Rosenheims Aufschläge bleiben vorerst weiter zu harmlos und beim 2:8 machte sich auf den Rängen Entsetzen breit. Doch wachgeküsst von Gala-Angriffen von Zweitangreifer Patrick Schiep spielt sich der MTV wieder in einen Rausch. Jede Attacke sitzt und beim 10:9 haben die Rosenheimer ihren zweiten Matchball. Dieser wird zwar erneut gekontert, doch Schmutzler & Co. sind nicht mehr zu stoppen und mit 12:10 entscheiden sie diese irre Partie tatsächlich noch zu ihren Gunsten. Der Ahlhorner SV ist hingegen trotz großartiger Leistung als Dritter der Gruppe B aus dem DM-Rennen. Auch in der Gruppe A ging es äußerst heiß her: Nach ausnahmslos knappen Partien stand hier am Ende der TV Brettorf vor dem VfK 01 Berlin als Gruppensieger fest, während der TV Schweinfurt-Oberndorf ausschied. Damit standen die Halbfinalpaarungen für Sonntag fest: Die MTV-ler trafen auf den TV Brettorf und der VfK Berlin musste sich dem TSV Pfungstadt stellen.

Pünktlich um 10 Uhr wurde vor über 1.000 erwartungsfrohen Zuschauern das Match zwischen dem MTV und dem TVB angepfiffen. Und die Teams enttäuschten ihre beiden Fanblöcke nicht, denn es ging sofort ordentlich zur Sache und packende Block- und Abwehraktionen sorgten für Riesenstimmung. Über eine 3:1 Führung und einem 4:7-Rückstand setzten sich die Rosenheimer mit 11:9 hauchdünn durch. Im 2. Satz bekamen die MTV-ler die Angaben der Oldenburger zu selten in den Griff und nach einem 6:11 war wieder alles offen. Und auch im dritten Durchgang fanden die Gastgeber anfangs kein Rezept gegen die Brettorfer und sahen sich schnell mit 0:5 in Rückstand. Nach einer Auszeit vollzog Coach Peter Feist personelle Umstellungen und schaffte es damit, etwas Ruhe und Besinnung in sein Team zu bringen. Über einige kontrollierte Spielzüge arbeitete man sich ran und plötzlich lief wieder alles wie geschmiert. Unglaubliche 10 Punkte am Stück konnte man letztendlich verbuchen und mit 11:7 gelang der Riesenschritt zu 2:1-Satzführung. Diese Energieleistung hinterließ bei den Brettorfern Eindruck, denn im folgenden Satz kamen die Gäste nicht mehr richtig ins Rollen. Die Rosenheimer spielen dagegen weiter auf ihrem Top-Level und ließen mit einem 11:8, der den erstmaligen Einzug in ein Hallen-DM-Endspiel bedeutet, die Gabor-Halle toben. Damit wurde die „DM dahoam“ zum „Finale dahoam“. Hier kam es zum erneuten Duell mit den Pfungstädtern, die sich in ihrem Halbfinale knapp mit 3:2 gegen Berlin durchsetzen konnten.

Doch wer auf eine Schwächephase dieser Ausnahmemannschaft hoffte, wurde bitter enttäuscht. Mit Deutschlands Nummer 1 im Angriff in Galaform ist gegen dieses Team kein Kraut gewachsen. Obwohl Rosenheim gut mithielt und den ein oder anderen Kracher von Patrick Thomas parierte, spielte dieser seine körperliche Überlegenheit am Netz erbarmungslos aus. Bis zum 9:9 konnten die Oberbayern zwar dran bleiben, doch mit einem Ass und einem unerreichbaren Preller zeigten die Hessen wo der Hammer hängt. Im zweiten Satz zogen die Pfungstädter dann gnadenlos ihr Spiel durch und ließen beim 6:11 keine Zweifel aufkommen. Im dritten Durchgang führt dann auch das Heimteam mehrmals, doch jede Führung wurde prompt egalisiert. Beim 6:5 ist der Gastgeber das letzte Mal vorn. Dem anschließenden 7:10-Rückstand folgte ein letzte Aufbäumen der MTV-Fünf mit zwei Punkten, doch in seiner unnachahmlichen Art sorgt der weltbeste Angreifer für die Entscheidung und haut einen Preller weit auf die Ränge.

Wir sind mit dieser DM und der Silbermedaille mehr als zufrieden. Das Lob für unsere Leistung und die Ausrichtung dieser DM fühlen sich durchaus wie Gold an. Wir haben haben unsere beste Leistung zum richtigen Zeitpunkt abgerufen und gezeigt was in uns steckt.“ so das kurze Resümee von Rosenheims Kapitän Steve Schmutzler.

MTV Rosenheim: Steve Schmutzler, Patrick Schiep, Abdilaziz Lamharraf, Christian Weiß, Günter Ortmeier, Lothar Kiermaier, Thomas Schenk, Lukas John, Coach Peter Feist, Betreuer Marcel Hebling.

Der Endstand Deutsche Hallenmeisterschaft 2017

1. TSV Pfungstadt

2. MTV Rosenheim

3. TV Brettorf

4. VfK Berlin

5. Ahlhorner SV und TV SW-Oberndorf

Mehr Infos und zahlreiche Fotos unter: http://faustball-liga.de/national/deutsche-meisterschaft-halle/dm-maenner-2017-rosenheim/

 

Erklärtes Ziel der gastgebenden Bundesliga-Fünf des MTV Rosenheim ist es, am Sonntag um die Medaillen mitzuspielen. Auf dem Weg ins Halbfinale gilt es damit, am Samstag in der Vorrunde zumindest eine der beiden Hürden, den Top-Favoriten TSV Pfungstadt oder den Vizemeister der 1. Bundesliga Nord, den Ahlhorner SV, zu bezwingen. Während ein Erfolg über die bei den letzten vier Hallen-DM`s siegreichen Pfungstädter einer Riesensensation gleich käme, wird für die zweite Partie gegen das Team aus Niedersachsen ein offenes Match prognostiziert.

Im Anschluss an die am Samstag um 11 Uhr beginnende Eröffnungspartie wird das erste Rosenheimer Vorrundenspiel gegen den verlustpunktfreien Meister der Süd-Bundesliga angepfiffen. In den beiden zurückliegenden Saisonspielen brachten die das Team von Coach Peter Feist gegen die Hessen kein Bein auf den Boden und mussten sich jeweils klar und deutlich mit 0:5 Sätzen geschlagen geben. Dass dem aber nicht immer so sein muss, haben Schmutzler und seine Mannen schon einige Male bewiesen. So zum Beispiel im Halbfinale der Feld-DM 2015, als man sich erst im Entscheidungssatz beugen musste oder beim letztjährigen Heimsieg im Feld, bei dem auf Seiten des TSV allerdings Hauptangreifer Patrick Thomas verletzungsbedingt fehlte. Dieser 2-Meter-Mann hievt die ohnehin mit Klassespielern besetzte Mannschaft noch einmal in eine andere Sphäre und lässt mit seinen knallharten Schlägen und der Überlegenheit beim Blockspiel dem Gegner in der Regel kaum eine Abwehrchance.

Ein interessantes Spiel auf Augenhöhe dürfte hingegen das Match im sechsten und letzten Vorrunden-Durchgang zwischen den Rosenheimern und den Ahlhornern werden. Diese Partie wird in etwa gegen 17 Uhr angepfiffen werden und verspricht Höchstspannung. Bereits viermal sind sich die MTV-ler und die ASV-ler bei DM-Endrunden in Feld und Halle gegenübergestanden und aktuell steht es 2:2-Unentschieden. Die beiden Rosenheimer Erfolge datieren aber aus den letzten beiden Meisterschaften und stimmen zuversichtlich, das Team aus dem Oldenburger Umland ein drittes Mal in Serie in die Knie zwingen zu können. Aber man ist sich natürlich um die Qualität der Gäste bewusst, die mit einer Bilanz von 22:6 Punkten eine ausgezeichnete Saison in der 1. Bundesliga Nord hingelegt haben. Der größte Faustballverein der Welt mit allein 20 Jugendmannschaften kann bei der Zusammenstellung seiner 1. Mannschaft stets aus dem Vollen schöpfen. Die MTV-ler können da nicht annähernd auf solch eine Spielerdecke zurückgreifen, doch spielen können letztendlich jeweils nur fünf Mann und hier sehen sich die Gastgeber ebenbürtig.

Das mit Abstand größte Faustball-Event in der 92-jährigen Abteilungsgeschichte des MTV Rosenheim geht am kommenden Wochenende in der Gabor-Halle über die Bühne. In der schmucken Sporthalle an der Ebersberger Straße findet am Samstag ab 11.00 Uhr sowie am Sonntag ab 10.00 Uhr die Endrunde um die Deutsche Hallenmeisterschaft der Männer statt und die MTV-ler rechnen an den beiden Tagen jeweils mit rund 1.000 Zuschauern. Unter der Schirmherrschaft von Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer werden die besten drei Teams der 1. Bundesliga Nord, die beiden Erstplatzierten der 1. Bundesliga Süd sowie die Fünf des Ausrichters den nationalen Titel ausspielen.

Das Motto dieser Titelkämpfe könnte lauten „5 gegen Pfungstadt“, denn während der Serienmeister aus Hessen mit seiner eindeutigen Favoritenrolle ein Alleinstellungsmerkmal hat, sind die weiteren fünf Teams ausnahmslos in der Verfolgerrolle und hinsichtlich des Meistertitels auch Außenseiter. Das Team des TSV Pfungstadt ist seit rund fünf Jahren im Vereinsfaustball weltweit das Maß aller Dinge und hat derzeit alle nationalen und internationalen Titel sowohl im Feld- als auch Hallenfaustball inne. Auch in dieser Hallenrunde hat das Team um Star-Angreifer Patrick Thomas die 1. Bundesliga Süd überlegen dominiert und ohne Punktverlust die Staffelmeisterschaft eingefahren.

Nahezu ähnlich souverän konnte sich im Norden der amtierende Deutsche Vizemeister VfK 01 Berlin durchsetzen, der nur einmal Punkte abgeben musste und dem am ehesten zugetraut wird, am Thron der Pfungstädter zu rütteln. Ab Platz zwei ist der Ausgang aber völlig offen, denn mit den beiden „Vizemeistern“ der Erstliga-Staffeln, dem TV Schweinfurt-Oberndorf und dem Ahlhorner SV sowie dem Dritten der 1. Liga Nord, dem TV Brettorf, sind arrivierte Teams vertreten, die alle für eine Spitzenplatzierung gut sind. Als sechstes Team im Bunde ist als Ausrichter der MTV Rosenheim für die Spiele qualifiziert. Als Außenseiter möchte man sich aber nicht sehen, konnten die Feldspezialisten doch 2012 schon einmal bei einer Hallen-DM-Endrunde – vor einer ebenfalls großen Kulisse in der Stuttgarter SCHARRENA – mit einem vierten Platz auch unter dem Hallendach überzeugen. Damals reichte es knapp nicht für Edelmetall, dies möchte man am Sonntag vor eigenem Publikum nachholen. Der Weg dorthin ist allerdings steinig. Mit dem TSV Pfungstadt und dem Ahlhorner SV erwarten Kiermaier & Co. zwei ganz harte Brocken in den beiden Gruppenspielen. „Gegen Pfungstadt sind unsere Erfolgsaussichten minimalst aber gegen die Ahlhorner sehe ich unsere Chancen 50:50“ so die Einschätzung des Rosenheimer Coaches Peter Feist, der sein Team gut vorbereitet sieht: „Wir können mit komplettem Kader auflaufen, haben unsere Hausaufgaben im Training gemacht und können in eigener Halle jedem Gegner gefährlich werden“. Hierbei zählen die Rosenheimer auch auf ihren „6. Mann“, nämlich großer lautstarker Fan-Unterstützung. Der Vorverkauf lief jedenfalls schon einmal hervorragend und lässt zu erwarten, dass die Gabor-Halle proppenvoll und „die Hütte brodeln“ wird.

Mit einem 5:1 (11:6, 11:5, 11:9, 11:5, 3:11, 11:6)-Heimsieg über das Tabellenschlusslicht TV Unterhaugstett hat die Erstliga-Fünf am letzten Spieltag ihr Punktekonto noch ausgleichen und sich auf den 4. Tabellenplatz verbessern können. Beide Teams konnten offensiv nicht in Bestbesetzung antreten und boten den Zuschauern in der Gabor-Halle eine Partie auf bescheidenem Niveau. Auf Seiten des MTV fehlte berufsbedingt Angreifer Patrick Schiep. Sein Vertreter Lukas John musste nach überzeugender Leistung im 3. Satz mit einer beim Block zugezogenen Fußgelenkverletzung die Segel streichen.

Während die Rosenheimer im 1. Satz mit einem 5:1-Start schnell für eine Vorentscheidung sorgen konnten, blieb man in den beiden folgenden Runden mit 0:4 bzw. mit 0:5 selbst in den Startlöchern hängen. Mit 10 Punkten in Serie wurde der 2. Satz allerdings doch noch eine klare Angelegenheit (11:6). Im dritten Durchgang hatten Schmutzler & Co. allerdings bis zum Ende zu tun, um sich mit 11:9 knapp durchzumogeln. Durch die Bank konzentriert zeigte man sich nach der Pause und konnte ein ungefährdetes 11:5 einfahren. Die Erkenntnis, dass ein Erstligaspiel erst mit dem Gewinn eines 5. Satzes beendet ist, durfte die Fünf um Steve Schmutzler in der folgenden Runde machen. Während die MTV-ler fahrlässig agierten, zeigten die Unterhaugstetter trotz des aussichtslosen Spielstandes weiterhin vollen Einsatz und düpierten die MTV-ler mit 11:3. Der Weckruf kam aber an: Mit 4:0 stellten die Rosenheimer im folgenden Satz die Weichen schnell auf Sieg und mit einem 11:6 konnte dieser schließlich eingetütet werden.

Coach Peter Feist zeigte sich trotz des klaren Sieges wenig begeistert von der Darbietung seiner Mannschaft: „Das Spiel heute war kein Maßstab. Ich habe noch viele Kritikpunkte gesehen, an die es bis zur DM-Endrunde zu arbeiten gibt!“

Um sich den notwendigen Feinschliff zu holen, besteht immerhin fast drei Wochen Zeit, ehe die Endrunde am 11./12. März in der Gabor-Halle stattfindet. Dort treffen die MTV-ler im Kampf um den Einzug ins Halbfinale in der Vorrunde auf den Süd-Meister TSV Pfungstadt und den Zweiten der 1. Bundesliga Nord, den Ahlhorner SV.

Die weiteren Ergebnisse:

TV Oberndorf : TSV Pfungstadt 1:5, FBC Offenburg : TV Vaihingen/Enz 4:5, TV Stammheim : TV Käfertal 3:5

 

Zum Abschluss der diesjährigen Hallenbundesligarunde empfängt das Team von Coach Peter Feist am Samstag um 16 Uhr in der Gabor-Halle den TV Unterhaugstett. Gegen das Tabellenschlusslicht wollen die MTV-ler an die im letzten Heimspiel gegen Offenburg gezeigte Leistung anknüpfen und sich mit einem Erfolg ein ausgeglichenes Punktekonto und den 4. Tabellenplatz sichern. Mit Blickrichtung auf die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft am 11./12. März in der Gabor-Halle, bei der die Rosenheimer den Ausrichter-Startplatz haben, will man im letzten Wettkampf Selbstvertrauen für die bevorstehenden großen Aufgaben tanken.

Mit dem TV Unterhaugstett aus Bad Liebenzell gibt ein Auf- und Absteiger zugleich sein Gastspiel an der Ebersberger Straße. Nachdem die Schwaben im Vorjahr zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte den Sprung ins Hallen-Oberhaus schafften, muss man nach einer sieglosen Spielzeit wieder den Gang in die 2. Bundesliga Süd antreten. Die trostlose Bilanz von 0:26 Punkten täuscht aber darüber hinweg, dass sich das TVU-Team in fast allen Spielen achtbar geschlagen hat. Verdeutlicht wird dies durch insgesamt 27 Satzgewinne, davon 4 davon beim Hinspiel gegen den MTV, als sich Schmutzler & Co. glücklich mit 5:4 Sätzen durchsetzen konnten.

Man ist also gewarnt, die Unterhaugstetter nicht auf die leichte Schulter zu nehmen - aber die zuletzt dürftige Leistung bei der Auswärtsniederlage in Schweinfurt gibt zu Überheblichkeit sowieso keinerlei Anlass. Ohnehin gilt es, den Zuschauern Heißhunger auf die Faustball-DM zu machen und Werbung in eigener Sache zu betreiben.

Eine deutliche 1:5 (8:11, 11:8, 1:11, 5:11, 3:11, 3:11)-Niederlage musste das Bundesligateam am Samstag beim Tabellenzweiten TV Schweinfurt-Oberndorf einstecken. Da Hauptangreifer Steve Schmutzler einen „gebrauchten Tag“ erwischte, wog der krankheitsbedingte Ausfall von Zweitangreifer Patrick Schiep umso schwerer. Nach zwei ausgeglichenen Sätzen lief in Rosenheims Offensive nichts mehr zusammen und man verlor die Partie chancenlos.

Bereits der 1. Satz zehrte an den Nerven der etwas verkrampft spielenden MTV-ler, als man sich diesen nach 8:6-Führung mit 8:11 noch entreißen ließ. Im folgenden Durchgang agierte man solider und schaffte prompt mit 11:8 den sofortigen Satzausgleich. Mit Anpfiff der dritten Runde war es um die Rosenheimer Herrlichkeit aber geschehen. Mit einer Fehlangabenserie machte man es dem TVO leicht, schnell wegzuziehen und auch die wenigen eigenen Attacken verfehlten ihr Ziel. Mit 1:11 entkam man nur knapp der Höchststrafe. Trotz guter Vorsätze ging das Dilemma nach der Pause weiter und man sah sich rasch mit 1:6 im Hintertreffen. Da sich zudem die Gastgeber jetzt in Spiellaune zeigten, gab es nichts mehr zu ernten. Mit 5:11 und 3:11 setzte es die nächsten schnellen Satzverluste. Lediglich im 6. Satz keimte bei anfänglicher Führung noch ein Fünkchen Hoffnung auf, doch nach einem umstrittenen und einem knappen Ausball übernahmen die Hausherren wieder das Zepter und brachten die Partie sicher nach Hause.

Coach Peter Feist wollte der Pleite nicht allzu viel Gewicht beimessen und fand zum Abschluss seiner Spielanalyse auch tröstende Worte für sein niedergeschlagenes Team: „Trotz der aussichtslosen Lage haben wir die Köpfe nicht hängen lassen, sondern bis zum Schluss versucht, wieder in die Spur zu kommen. So Tage gibt`s halt!“

Der Blick der MTV-ler richtet sich jetzt auf das letzte Ligaspiel am kommenden Samstag in eigener Halle gegen den TV Unterhaugsett. Mit einem Erfolg über das sieglose Schlusslicht will man die Spielzeit mit einem ausgeglichenen Konto beenden und sich wieder Mut für die DM-Endrunde holen.

Die weiteren Ergebnisse:

TSV Pfungstadt : TV Stammheim 5:0, TV Unterhaugstett : TV Käfertal 3:5, FBC Offenburg : TV Stammheim 5:3, TV Käfertal : TV Vaihingen/Enz 2:5

 

 

1.BL: Heim-DM in nahezu trockenen Tüchern

Sonntag, 05 Februar 2017 16:29

Am vergangenen Wochenende musste die Bundesliga- Truppe des MTV Rosenheim zu Hause gegen die FBC Offenburg antreten. Nach über 100 Minuten Spielzeit war die Partie entschieden: Der MTV siegte in heimischer Halle mit 5:2 (11:5, 4:11, 12:10, 11:8, 6:11, 11:7, 11:5)

Die Vorzeichen für dieses Spiel waren klar: Mit einem Sieg sollte die Teilnahme an der Heim-DM sicher sein, mit einer Niederlage muss man auf Schützenhilfe hoffen. Entsprechend heiß machte Coach Peter Feist seine Truppe in der Kabine. Nach einem etwas modifiziertem Aufwärmprogramm ging das Team mit Steve Schmutzler und Patrick Schiep im Angriff sowie Christian Weiß, Lothar Kiermaier und Thomas Schenk als Abwehrriegel in die Partie. Nach kurzen Startschwierigkeiten fand der MTV sehr gut in die Partie und konnte ungefährdet den ersten Satz für sich entscheiden. Doch das Level konnte nicht gehalten werden. Offenburg stand nun gut in der Defensive und punktete gnadenlos. Besonders FBC Angreifer Sven Muckle war in diesem Satz in Galaform. Schnell war der Ausgleich für die Gäste wiederhergestellt. Auch im dritten Satz war Offenburg weiterhin die spielbestimmende Mannschaft. Schnell gingen die Ortenauer mit 7:2 in Führung. Doch auch als beim 10:5 der Satz verloren schien, gaben die Hausherren nicht auf. Ball um Ball arbeitete man sich heran und konnte beim 10:10 den Ausgleich herstellen. Offenburg brachte sich dann aus Ärger über eine knappe Schiedsrichterentscheidung für das Satzende selbst aus dem Tritt und verlor den schon sicher geglaubten Satz mit 10:12.

Nach der ersten Satzpause kam Abdilaziz Lamharraf für Thomas schenk und die Partie gestaltete sich wieder ausgeglichener. Gute Aktionen auf beiden Seiten ließen die Zuschauerherzen höherschlagen, besonders wenn das Heimteam einen Punkt für sich verbuchte. Durch ein 11:8 erhöhte man am Ende den Satzvorsprung auf 3:1. Doch wer glaubte, dass das Spiel damit entschieden sei, kennt den FBC Offenburg nicht. Nach 1:3 Rückstand starteten die Schwarzwälder eine Serie und zogen auf 10:4 davon. Diesmal sollte die Aufholjagt nicht gelingen und Rosenheim musste den Satzanschluss hinnehmen. Dennoch ließ man sich davon nicht aus dem Konzept bringen, sondern versuchte über den Kampf die nächsten Sätze wieder an sich zu reißen. Und das Konzept sollte aufgehen. Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung ließ man in den letzten beiden Sätzen mit 11:7 und 11:5 nichts mehr anbrennen.

Peter Feist zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Wir haben uns heute kämpferisch sehr gut präsentiert, keinen Ball aufgegebene und uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Auch wenn es noch technische Defizite gibt, ist das ein Schritt in die richtige Richtung!“

Damit sollte zwei Spieltage vor dem Saisonende die Heim-DM in der Tasche sein, auch wenn ein rechnerisches Restrisiko bleibt. Dazu müsste jedoch der TV Stammheim den bisher überragend spielenden TSV Pfungstadt schlagen und gleichzeitig Rosenheim keinen Satz mehr gewinnen. Das Abstiegsgespenst sollte damit endgültig vertrieben worden sein und der Focus kann voll und ganz auf die DM gelegt werden. Wer als Zweiter der Südbundesliga zur DM nach Rosenheim fährt bleibt weiterhin spannend, denn der TV Vaihingen/Enz und TV Schweinfurt-Oberndorf liegen voll auf Augenhöhe

Zu einem Aufeinandertreffen zweier Teams auf Augenhöhe kommt es am Samstag ab 14 Uhr in der Gabor-Halle, wenn sich in der 1. Faustball-Bundesliga der MTV Rosenheim und der Faustballclub Offenburg gegenüberstehen. Drei Spieltage vor Schluss weisen beide Teams mit 10:12 Punkten und 8 Minussätzen exakt die gleiche Zwischenbilanz auf, und auch in zahlreichen engen Partien in der Vergangenheit entschieden lediglich Nuancen über Sieg oder Niederlage.

Nach dem schwer erkämpften Auswärtssieg am vergangenen Sonntag beim bis dato punktgleichen TV Mannheim-Käfertal können die MTV-ler mit einem Erfolg über die Offenburger den nächsten großen Schritt in Richtung Klassenerhalt und damit DM-Qualifikation machen. Das Team um Spielführer Steve Schmutzler brennt darauf, den ersten Heimsieg 2017 einzufahren und die ärgerliche 4:5-Niederlage vom letzten Heimauftritt gegen den TV Stammheim vergessen zu machen. Hierbei mangelte es in der Anfangsphase des Spiels an der hundertprozentigen Einstellung, wodurch man die Gäste stark machte und am Ende das Ruder nicht mehr herumreißen konnte. Auch gegen den FBC Offenburg wird vom Anpfiff weg bedingungslose Einsatzbereitschaft gefordert sein, will man die spielstarken Badener nicht ins Rollen kommen zu lassen. Kein Maßstab dürfte das Hinspiel vom 2. Spieltag sein (Endstand 3:5), als beide Teams deutlich unter ihren Möglichkeiten spielten.

Wie die Rosenheimer so gehen auch die Offenburger mit dem Rückenwind eines Erfolgserlebnisses in dieses Match. Mit einem 5:4-Sieg in eigener Halle über den Tabellenzweiten TV Schweinfurt-Oberndorf ließ der FBC zuletzt aufhorchen.

Für die Bundesliga- Faustballer des MTV Rosenheim stand am vergangenen Wochenende die weiteste Auswärtsfahrt der Saison an. Kam man am Samstag beim Klassenprimus aus Hessen noch völlig unter Räder, machte man es tags darauf in Baden Württemberg besser. 5:0 endete das Spiel gegen den überragenden TSV Pfungstadt (11:3, 11: 6, 11:3, 11:1, 11:3). In Mannheim sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie, in der Bayern knapp mit 5:4 (12:10, 11:8, 6:11, 5:11, 11:8, 11:5,10:12, 12:14, 11:8) die Oberhand behielt.

Vom Spiel gegen Pfungstadt kann man bis auf die enorme Überlegenheit der Gastgeber nichts weiter berichten. Interessanter war das Spiel gegen den TV Mannheim- Käfertal. Die Tabellennachbarn lieferten sich ein abwechslungsreiches und spannendes Match, was dem fairen Publikum merklich gefiel, auch wenn der Ausgang sicher nicht zu Ihrer Zufriedenheit war. Rosenheim startet holprig, liegt schnell mit 3:7 zurück. Zum Ende fing sich das Team und holte sich den ersten Satzball. Dieser wurde zunächst abgewehrt, doch im zweiten Anlauf ging Rosenheim mit 1:0 in Führung. Im zweiten Satz legte Rosenheim vor. Käfertal glich zweimal aus, brachte sich aber dann durch Schlagfehler wieder ins Hintertreffen, 2:0 Rosenheim. Im dritten Durchgang brachten dann rosenheimer Schlagfehler die Hausherren schnell in Führung. Die Rosenheimer fanden zwar beim 6:7 noch einmal Anschluss, mussten den Gegner dann aber wieder davon ziehen lassen. Mit 2:1 ging es in die erste Satzpause, aus der die Gäste völlig von der Rolle zurück aufs Spielfeld kamen. Zu wenig Druck im Angriff mit Steve Schmutzler und Patrick Schiep und zu unkonzentriert in der Abwehr mit Christian Weiß, Lothar Kiermaier und Abdilaziz Lamharraf konnte man den Hausherren keine Paroli bieten. Ebenfalls an Bord war Günter Ortmeier, der sonntags Etwas zerknirscht nahm man den Satzausgleich hin und musste nun wieder agieren. Das tat man dann auch im fünften Satz, zumindest nach dem anfänglichen Rückstand von 3:5. Druckvolle Angaben erschwerten den Spielaufbau während der eigene Spielaufbau nun besser funktionierte. Über 11:8 übernahm Rosenheim wieder die Führung. Die beste Leistung des Wochenendes zeigten diese dann im sechsten Satz. Aus einer sicheren Abwehr heraus punktete man zuverlässig und vergrößerte die Satzführung auf 4:2. Nach der zweiten Pause war das Spiel dann völlig ausgeglichen. Durch mehrere Führungswechsel konnte sich keine Mannschaft einen entscheidenden Vorteil herausspielen. So sorgten die Sätze sieben und acht für höchste Spannung. Die ersten Satzbälle sicherte sich jeweils Rosenheim. Einer im Siebten, und zwei im Achten wurden von den Württembergern abgewehrt und in eigene Satzgewinne verwandelt. Damit musste der neunte Satz die Entscheidung bringen. Zunächst gingen die Quadratestädter in Führung. Danach nahm überwiegend das Team von der Mangfall das Zepter. Beim 6:4 wurden ein letztes Mal die Seiten gewechselt. Beim 9:5 sah Rosenheim schon wie der sichere Sieger aus, doch die Hausherren verkürzten noch einmal auf 8:9. Zwei hart umkämpfte Bälle besiegelten dann aber den Sieg der Rosenheimer, die damit wieder 4 Punkte Abstand zu einem Abstiegsplatz haben.

Kapitän Steve Schmutzler nach dem Spiel: „Das war heute wieder eine ganz heiße Zitterpartie. Wir schaffen es noch nicht, gute Phasen über einen längeren Zeitraum zu halten. Immer wieder unterbrechen Unsicherheiten unseren Spielfluss. Kämpferisch haben wir aber wieder unseren Biss gefunden und darauf lässt sich aufbauen.“

Kommendes Wochenende ist der FBC Offenburg zu Gast in der DM- Arena, wo am 11./12.März die Deutsche Meisterschaft im Hallenfaustball stattfinden wird. Anpfiff ist am Samstag, 04.02.2017 um 16.00Uhr. Der MTV Rosenheim freut sich auf ein zahlreiches Zuschauererscheinen.

1.BL: Bittere Niederlage nach 9-Satz-Krimi

Sonntag, 22 Januar 2017 16:06

Einen echten Faustball- Marathon erlebten die Zuschauer am vergangenen Samstag zwischen dem TV Stammheim und dem MTV Rosenheim. Nach knapp zwei Stunden und 30 Minuten stand der TV Stammheim mit 4:5 () als Sieger fest. Damit konnte der MTV die DM- Teilnahme noch nicht in trockene Tücher bringen und der weitere Saisonverlauf bleibt spannend.

Nicht gerade Ihren besten Tag erwischten die Faustball- Bundesligaspieler des MTV Rosenheim bei diesem wichtigen Heimspiel gegen den abstiegsgefährdeten TV Stammheim. Dabei wollte man es unbedingt besser machen als eine Woche zuvor. Patrick Schiep war für Lukas John zurück im Team, doch den besseren Start erwischten die Gäste, die aus einer sehr stabilen Abwehr heraus agierten, während sich beim MTV von Anfang an Unsicherheiten bemerkbar machten. Mit 8:11 ging der erste Durchgang an den TVS. Nicht gut, aber zumindest erfolgreich kann man die kommenden beiden Sätze resümieren. Unterstützt von Fehlern der Schwaben konnte man über 11:9 und 11:8 die Satzführung in die Pause mitnehmen. Aus dieser kam das Heimteam aber etwas verschlafen zurück in die Partie und konnte im vierten Satz nur wenige Akzente setzen. Über 7:11 und 9:11 sah man sich wieder im Hintertreffen. Die beste Leistung dieses Tages zeigte man im sechsten Durchgang. Hier lief von der Abwehr über Zuspiel und den Abschluss alles gut zusammen und prompt ging der Satz mit 11:5 klar an die Oberbayern. Doch vom dem, was einen Satz zuvor so gut funktionierte, war nach der zweiten Pause nichts mehr zu sehen. Dennoch ging man wieder in Führung und hatte den Sie nach dem 11:9 schon in greifbarer Nähe. Doch die Gäste ließen nicht locker und zeigten sehr gute Moral. Rosenheim fand kein Mittel, um den TVS entscheidend unter Druck zu setzen und musste den 4:4 Satzausgleich hinnehmen. Der letzte Satz war wie das gesamte Spiel sehr ausgeglichen. Zur Pause hatte der MTV noch mit 6:5 die Nase vorn, beim 8:9 hatte Stammheim die besseren Karten. Coach Peter Feist nahm noch einmal eine Auszeit. Mit einem Ass glich Schmutzler dann zum 9:9 aus. Im Gegenzug ließ Stammheim der MTV Abwehr mit Christian Weiß, Abdilaziz Lamharraf und Lothar Kiermaier (kam im vierten Satz für Günter Ortmeier) keine Chance. Eine Fehlangabe besiegelte dann die Niederlage der Hausherren- über den gesamten Spielverlauf gesehen sicher nicht unverdient.

Coach Peter Feist nach dem Spiel: „Unabhängig vom Endergebnis, war das keine zufriedenstellende Leistung heute. Wir haben viel zu viele Unsicherheiten in allen Mannschaftsteilen. Wir haben es nicht geschafft, eine Serie von Bällen gleich aufzubauen. Auf eine gute Aktion folgte selten eine zweite oder gar dritte. Da müssen wir die kommenden Wochen hart dran arbeiten.“

Durch diese Niederlage ist der gesamte Verlauf wieder offen. Ein möglicher Abstieg ist noch nicht vom Tisch. Will man bei der Deutschen Meisterschaft in eigener Halle am 11./12. März dabei sein, muss der MTV den Klassenerhalt schaffen, um seinen Ausrichterplatz nicht zu verlieren. Das nächste Heimspiel hat der MTV am 04.02.2017 um 14.00Uhr in der DM- Arena.

Den vorentscheidenden Schritt bezüglich der Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft in Rosenheim will das Erstligateam am Samstag ab 16 Uhr im Heimspiel gegen den Aufsteiger TV Stuttgart-Stammheim machen. Mit einem Sieg über den Tabellenvorletzten würden Schmutzler & Co. den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen auf 6 Punkte ausbauen, was bei nur noch 5 ausstehenden Partien mehr als die halbe Miete für den Klassenerhalt ist. Verbunden mit dem Liga-Erhalt ist ja auch das Ausrichter-Ticket für die DM-Endrunde, die im März in der heimischen Gabor-Halle stattfindet.

Somit kommt der Partie durchaus Entscheidungscharakter zu, insbesondere da die Schwaben zuletzt einen 5:2-Heimsieg über Schlusslicht TV Unterhaugstett feiern konnten und jetzt wieder realistische Chancen auf den Klassenerhalt haben. Die MTV-ler dagegen blieben letzten Samstag bei der 2:5-Niederlage in eigener Halle gegen den TV Vaihingen/Enz hinter den Erwartungen zurück und werden sich steigern müssen, um eine weitere böse Überraschung zu vermeiden. Die Vorzeichen für diese Partie stehen allerdings besser als vor Wochenfrist, da der zuletzt beruflich verhinderte Angreifer Patrick Schiep wieder zur Verfügung steht und der aus privaten Gründen fehlende Coach Peter Feist für die Anweisungen an der Außenlinie parat steht. Auch der Einsatz des zuletzt mit einer Oberschenkelblessur angeschlagenen Zuspielers Lothar Kiermaier ist denkbar und Abwehrspieler Christian Weiß hat seine Rippenprellung vollends ausgeheilt.

Nachdem sich die Rosenheimer im Hinspiel in der stimmungsvollen Stammheimer Halle mit 5:2 Sätzen durchsetzen konnten, ist man im Lager des MTV überzeugt, die Stuttgarter auch vor seinen eigenen Fans in die Grenzen zu weisen zu können.

Eine verdiente Heimniederlage setzte es für das Bundesligateam am Samstag im Heimspiel gegen den TV Vaihingen/Enz. Mit 2:5 (11:8, 8:11, 8:11, 11:5, 6:11, 7:11, 4:11) fiel diese am Ende klar und deutlich aus, nachdem man im vorletzten Satz nach einer 4:0-Führung die Aussicht auf den 3:3-Satzausgleich leichtfertig verspielte. Mit dieser Niederlage ist der Zug um Tabellenplatz drei für die Rosenheimer abgefahren und es gilt, die Konkurrenz ab Platz fünf auf Distanz zu halten.

Dank einer konzentrierten Leistung ging der 1. Satz an den MTV. Im Gegensatz zu den Gästen spielten die Rosenheimer fehlerfrei und mit 11:8 gelang ein Auftakt nach Maß. In der folgenden Runde liefen die Gastgeber schnell einen kleinen Rückstand hinterher. Diesmal blieb die Schützenhilfe des TVV in Form von Fehlangaben aus und durch ein 8:11 stand es 1:1 nach Sätzen. Im Durchgang drei durfte zwischenzeitlich auf eine erneute MTV-Führung gehofft werden, doch zum Satzende hin unterliefen ärgerliche Eigenfehler und mit einem erneuten 8:11 ging es in die Pause. In dieser zog man die richtigen Schlüsse und beim anschließenden 11:5-Satzerfolg gab es nichts zu meckern. Anders dagegen in der folgenden Runde, in der es insbesondere im Aufbauspiel hakte, dadurch oftmals nur harmlose Attacken gefahren werden konnten und man die Gegenangriffe postwendend um die Ohren geschlagen bekam (6:11). Noch einmal Morgenluft schnuppern dufte man zu Beginn des 6. Satzes, in dem die ersten vier Zähler den Rosenheimern gutgeschrieben werden konnten. Doch nach einem ärgerlichen Abwehrfauxpas folgte eine Aufschlagfehler-Serie und erst beim Stande von 4:7 ging wieder ein Punkt an die mit sich selbst hadernden MTV-ler. Die Vaihinger liefen jetzt auf Höchsttemperatur und ließen sich die Chance zur Vorentscheidung nicht mehr nehmen (7:11). Den letzten Satz dominierten dann durchwegs die Gäste und entführten mit einem 11:4 die Punkte ins Schwabenland.

MTV Rosenheim: Steve Schmutzler, Lukas John, Abdilaziz Lamharraf, Christian Weiß, Günter Ortmeier, Lothar Kiermaier

„Wir haben heute in allen Mannschaftsteilen unter unseren Möglichkeiten gespielt. Daher war jeder mit sich selbst beschäftigt und konnte keiner den anderen mitreißen. Erfreulich ist, dass sich unser Youngster Lukas in seinem Erstliga- Debüt wirklich gut präsentiert hat, da kann man positiv in die Zukunft blicken.“ so das knappe Fazit von Rosenheims Kapitän Steve Schmutzler.

Bereits am kommenden Samstag steht um 16 Uhr für den MTV das nächste Heimspiel auf dem Programm. Zu Gast ist der abstiegsbedrohte TV Stammheim aus Stuttgart.

Zum Auftakt ins Jahr ihrer Heim-DM empfängt das Erstliga-Team am Samstag um 16 Uhr in der Gabor-Hallte den TV Vaihingen/Enz. Der Tabellendritte weist momentan 10:4 Punkte auf und ist ein aussichtsreicher Anwärter auf einen der sechs Teilnehmerplätze für die Deutschen Meisterschafts-Endrunde, die am 11./12. März in der Rosenheimer Gabor-Halle ausgetragen wird. Das Team der Gastgeber hat sein DM-Ticket bereits fast in der Tasche, da als Ausrichter ja bereits der Klassenerhalt die Teilnahme garantiert.

Nach zuletzt vier Siegen sitzen die MTV-ler mit 8:6 Punkten dem TVV im Nacken und könnten mit einem Heimsieg die Plätze mit den Schwaben tauschen. Im Hinspiel setzte es in Vaihingen mit 2:5 Sätzen die schon obligatorische Auswärtsniederlage. In ihren insgesamt sechs Hallen-Erstligaspielzeiten hatten die MTV-ler bei den heimstarken Gästen nämlich regelmäßig nichts zu bestellen und mussten mit meist klaren Pleiten die 335 km lange Heimreise antreten. In eigener Halle konnte man im Vorjahr dagegen die Niederlagenserie stoppen und mit der besten Saisonleistung einen sensationellen 5:0-Heimsieg feiern. Für Samstag folglich einen erneuten Erfolg zu erwarten, wäre vermessen, doch Schmutzler & Co. sehen sich zumindest imstande, die Hallenspezialisten arg in Bedrängnis bringen zu können.

Personell sind die Voraussetzungen allerdings nicht ganz optimal, da Angreifer Patrick Schiep aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung steht. Dafür rückt aber Angreifer-Talent Lukas John von der zweiten Mannschaft in den Kader nach und wird kurz vor seinem 18. Geburtstag am Samstag eventuell sein Debüt im Oberhaus geben.

1.BL: MTV beschert sich selbst

Sonntag, 11 Dezember 2016 13:16

Mit einem überraschend hohen Sieg über den Tabellennachbarn TV Mannheim- Käfertal beendet der MTV Rosenheim das Faustball- Jahr 2016. Mit 5:1 (9:11, 11:8, 14:12, 11:8, 11:8, 11:5) behielt man vor heimischen Publikum die Oberhand und geht auf dem vierten Tabellenplatz in die Winterpause.

Es war die im Vorbericht angekündigte „heiße Partie“ zwischen zwei auf Augenhöhe agierenden Mannschaften. Die Gäste starteten sehr gut in die Partie und ließen dem MTV mit den ersten drei Angriffen keine Chance. Doch Rosenheim glich wieder aus und kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Am Ende nutzte Käfertal seine Chancen besser und entschied den ersten Satz verdient zu seinen Gunsten. Im zweiten Satz konnte Rosenheim die Angriffe der Mannheimer besser entschärfen und sich einen kleinen Vorsprung sichern, den man bis zum Ende bewahren und damit den Satzausgleich herstellen konnte. Im dritten Durchgang zeigte sich dann, dass kein Team dem anderen wich. Nach einem Zusammenprall der beiden Nationalmannschaftskollegen Schmutzler und Trinemeier kam es zu einer zehn minütigen Verletzungspause. Die Partie konnte aber ohne Ausfälle fortgeführt werden und beide Mannschaften schenkten sich weiterhin nichts. Die ersten Satzbälle sicherten sich die Gäste. Doch Rosenheim wehrte diese ab und ging selbst in Führung. Ein Schlagfehler brachte dann die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber.

Nach der zehn minütigen Satzpause ging es mit dem offenen Schlagabtausch weiter. Die Badener gingen weiter hohes Risiko im Angriff, jedoch erhöhte sich langsam die Fehlerquote, was Rosenheim einen ständigen Vorsprung bescherte. Das gab der Abwehrreihe mit Christian Weiß, Lothar Kiermaier und Abdilaziz Lamharraf mehr Sicherheit, wodurch auch einige harte Schläge entschärft werden konnten. Zudem war Patrick Schiep mit einer guten Form zur Stelle, wenn der ebenfalls gut aufspielende Hauptangriff Steve Schmutzler taktisch aus dem Rennen genommen wurde. Dennoch war den Hausherren bewusst, dass man jederzeit höchst konzentriert sein muss, um das Heft nicht aus der Hand zu geben. Käfertal verfügt über eine hohe Qualität und kämpferischen Willen, sodass nur Nuancen das Spiel kippen könnten. Doch Rosenheim spielte an diesem Tag auf hohem Niveau und zeigte seine bis dato beste Saisonleistung. Über 11:8, 11:8 und 11:5 hatte man die Partie ständig unter Kontrolle und zwang den Gegner zum Agieren. Aus einer stabilen Abwehr heraus punktete man über ein gutes Zuspiel zuverlässig. Alles in Allem ein Auftritt, der Hoffnung auf die Rückrunde macht.

Kapitän Steve Schmutzler nach dem Spiel: „Das war heute ein Spiel auf wirklich gutem Niveau. Die Höhe unseres Sieges spiegelt den Spielverlauf nicht ganz wieder, es war eine enge Partie. Mit dem vierten Tabellenplatz können wir nach dem schlechten Saisonstart mehr als zufrieden sein. Jetzt haben wir 5 Wochen Zeit, um auf dem heutigen Spiel aufzubauen.“

Für das Bundesliga-Team geht es am 14.01.2017 gegen den TV Vaihingen/Enz weiter. In Hinblick auf die

Deutsche Meisterschaft der Herren im März 2017

in Rosenheim sicher eine richtungsweisende Partie, wenn sich der MTV auch spielerisch für die Heim-DM qualifizieren möchte. Der MTV wünscht allen Fans, Sponsoren und Faustballinteressierten fröhliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Am letzten Erstliga-Spieltag 2016 empfängt das Bundesligateam des MTV Rosenheim am kommenden Samstag um 16 Uhr in der Gabor-Hallte den TV MA-Käfertal. Das Team aus Mannheim weist wie die Schmutzler-Fünf aktuell 6:6 Punkte auf, was eine spannende Partie erwarten lässt.
Als Aufsteiger gelang den Gästen im letzten Jahr etwas überraschend der Klassenerhalt. Die Prognose, dass die Käfertaler auch heuer mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden, hat sich in den bisherigen Spielen bestätigt. Das Hauptargument hierfür ist, dass sich das talentierte Team mit dem aktuellen Welt- und Europameister Nick Trinemeier noch einmal verstärken konnte. Der 27-jährige Angreifer kehrte nach sechs überaus erfolgreichen Jahren beim TSV Pfungstadt zu seinem Heimatverein zurück und sorgt dort für noch mehr Durchschlagskraft. Dabei hatte der Angriff des TVK bereits im letzten Jahr Potential unter Beweis gestellt, unter anderem mit dem derzeit verletzten Jung-Nationalspieler Marcel Stoklasa sowie dem Trinemeier-Bruder Cedric, seines Zeichens auch amtierender Deutscher U20-Vizemeister im Kugelstoßen.
Nicht von ungefähr stellen sich die Rosenheimer also auf einen harten Kampf ein, zumal man auch bei den letzten drei Siegen nicht vollauf überzeugen konnte. Doch der Faktor Selbstvertrauen ist dank der Erfolge natürlich deutlich gestiegen, insbesondere da man sich in kritischen Phasen zu behaupten wusste. So zum Beispiel als beim 5:3-Sieg gegen Oberndorf nach einer 4:1-Führung beim Stande von 4:3 die Felle davonzuschwimmen drohten oder als man beim 5:4-Erfolg beim TV Unterhaugstett nach 3:1-Führung bei 3:4-Rückstand den Kopf erfolgreich aus der Schlinge ziehen konnte.
Bereits in den beiden Partien im Vorjahr lieferten sich der MTV und der TV Käfertal Duelle auf Augenhöhe, wobei sich in Mannheim der TVK mit 5:3 Sätzen durchsetzen konnte und im Heimspiel die MTV-ler mit demselben Resultat die Oberhand behielten.

1.BL: Hart erkämpfte 4 Punkte im Schwabenland

Sonntag, 04 Dezember 2016 21:28

 

 

Am Ende hatten die rosenheimer Erstliga- Spieler ein leichtes Lächeln aufgesetzt, als man am Sonntag nach dem 9-Satz-Krimi in Bad Liebenzell mit 5:4 (11:6, 7:11, 11:9, 11:7, 9:11, 7:11, 4:11, 11:9, 11:4) als Sieger vom Platz ging. Bereits am Samstag konnte man gegen den TV Stuttgart-Stammheim einen 5:2 Sieg einfahren (11:7, 11:9, 9:11, 11:7, 11:7, 6:11, 11:4).

 

Dass der Klassenerhalt in dieser Liga kein Selbstläufer ist, zeigten die beiden Spiele der unteren Tabellennachbarn. Los ging es am Samstag in Stuttgart zu einer Art Neuauflage des „DM-Spiels“ von 2011. Damals ging es für Stammheim um die Teilnahme an der Heim-DM. Durch einen Sieg der Rosenheimer schoben sie sich in der Tabelle vorbei und sicherten sich selbst die Teilnahme an der ersten Hallen-Deutschen. Knapp sechs Jahre später sieht man sich wieder auf Augenhöhe gegenüber, und wieder geht es um eine Heim-DM-Quali: Diesmal für die Rosenheimer und Stammheim wollte sich natürlich angemessen revanchieren. Entsprechend motiviert war der Gastgeber während der gesamten Partie, die überwiegend von Fehlern geprägt war, von denen häufiger die Gäste profitierten. Nicht nur im Angriff, sondern auch abwehrtechnisch erwischten die Stammheimer nicht Ihren besten Tag. Von jeweils drei Sätzen vor der ersten und der zweiten Pause gewann Rosenheim zwei und Stammheim einen. Wenngleich beide Teams den über 100 Zuschauern keine rühmliche Leistung boten, präsentierten sich die Oberbayern abgeklärter und nahmen die Geschenke der Hausherren durchaus dankbar an. Im letzten Satz brachte Stammheim dann keinen Fuß mehr auf den Boden. Die Abwehrreihe der Gäste mit Abdilaziz Lamharraf, Günter Ortmeier und Lothar Kiermaier stand sicher, während die Angriffsreihe mit Patrick Schiep und Steve Schmutzler die Vorlagen sehr gut in Punkte umwandelte. Christian Weiß heizte im letzten Satz von der Seitenlinie seinem Team entsprechend ein. Mit einem 11:4 war die Partie dann entschieden.

 

Tags darauf ging es nach Bad Liebenzell zum Tabellenletzten TV Unterhaugstett. Die Vorzeichen waren klar: Mit einem Sieg distanziert man sich von den Abstiegsrängen, andernfalls hängt das Abstiegsgespenst weiterhin im Nacken. Der MTV startet vielversprechend mit zwei Angabenfehlern von Schmutzler in die Partie. Danach war überwiegend der TVU am Zug. Mit sechs Servicefehlern über den Satz hinweg hatten die MTV’ler wenig Probleme mit 1:0 in Führung zu gehen. Auch im zweiten Satz sah es bis zum 7:3 für die Gäste nach einer klaren Sache aus. Dass Unterhaugstett diesmal mit acht Punkten in Folge dem Satz dreht, stand nicht auf der Agenda. Doch zunächst blieb man davon unbeeindruckt. Mit 11:9 und 11:7 verschaffte man sich mit 3:1 in Sätzen ein kleines Polster. Im fünften Satz verpasste man es dann, dem Heimteam den Gar auszumachen. Viele individuelle Fehler und ein zu unruhiger Spielaufbau brachte den TVU immer wieder in gute Angriffspositionen, während man selbst seine Chancen liegen ließ. Anstatt auf drei Sätze davonzuziehen, hingen die Schwarzwälder der Mangfall-Fünf wieder im Genick. Und die spielten jetzt eine richtig gute Partie, ließen in den folgenden zwei Sätzen der rosenheimer Abwehr oft keine Chance, während in den eigenen Reihen sicher verteidigt wurde. Mit 7:11 und 4:11 gingen sie selbst in Führung und sahen schon wieder sichere Sieger aus. Doch haben sie die Rechnung ohne die Bayern gemacht. Das Team und allen voran Hauptangreifer Steve Schmutzler erwachten aus ihrem Dornröschenschlaf und zeigten, dass man sie niemals abschreiben darf. Mit 4:0 ging man direkt in Führung, doch Unterhaugstett egalisierte den Vorsprung direkt wieder. Dann punktete Rosenheim reihenweise über die Angabe, konnte sich aber nie richtig absetzen. Beim 10:9 brachte dann erneut ein Ass den Satzausgleich. Im Entscheidungssatz dann konnten die Hausherren dem Rosenheim-Express nichts mehr entgegensetzen und zwei weitere Punkte kamen ins Gepäck.

 

„Das war ein hartes Stück Arbeit dieses Wochenende. In dieser Liga ist für uns kein Spiel ein Selbstläufer. Wir haben noch viel Luft nach Oben. Mit den 4 Punkten haben wir uns jetzt aber erst mal ein gutes Polster geschaffen, um die anstehenden Aufgaben befreit angehen zu können.“ so Schmutzler nach dem glücklichen Sieg in Unterhaugstett. Die anstehende Aufgabe ist nun wieder ein Tabellennachbar. Kommende Woche ist der TV Käfertal zu Gast in Rosenheim. Der aktuelle Tabellenvierte hat sich bislang in sehr guter Verfassung präsentiert und geht damit als Favorit in die Partie in der Gabor-Halle, in der am 11.12.März die

Deutsche Meisterschaft im Hallenfaustball der Männer

ausgetragen wird. Der MTV Rosenheim freut sich auf zahlreiche Zuschauer, Anpfiff ist 16.00Uhr.

 

 

1.BL: Bigpoints gegen Tabellenführer

Sonntag, 27 November 2016 21:05

Mit einem etwas überraschenden Sieg gegen den Tabellenführer aus Schweinfurt meldet sich der MTV in der 1.Bundesliga Süd zurück. Mit einem 5:3 (11:7, 11:7, 11:5, 10:12, 11:7, 14:15, 3:11, 11:7) konnte man sich die ersten Punkte der Saison sichern.

Nach dem eher ernüchternden Saisonstart fanden nur knapp 60 Zuschauer in die Gabor-Halle, wo Mitte März die Deutsche Meisterschaft im Hallenfaustball der Männer stattfinden wird. Doch diese trauten Ihren Augen nicht, wie der MTV hier in die Partie startete. Die überwiegend kurz gespielten Angaben der Schweinfurter hatte man gut unter Kontrolle und der Angriff punktete zuverlässig. Auch die hohe Fehlerquote der vorangegangenen Partien bei der Spieleröffnung wurde stark reduziert. Somit erspielte man sich einen komfortablen Vorsprung, den man bis zum ersten Satzerfolg mit 11:7 nicht mehr abgab. Im zweiten Satz das gleiche Bild. Die Franken konnten nicht genügend Druck aufbauen, um das Heimteam genügend in Bedrängnis zu bringen und Rosenheim nutzte seine Chance und brachte den zweiten Satzgewinn in trockene Tücher. Auch im dritten Satz fanden die Gäste kein probates Mittel, den Lauf der Rosenheimer zu stoppen. Mit einer komfortablen 3:0 Satzführung ging es in die Pause. Beide Teams begannen unverändert den vierten Satz. Dann reagierte Schweinfurt und nahm Oliver Bauer vom Feld, der schon die gesamte Partie mit Schulterschmerzen zu kämpfen schien. Für Ihn rückte Fabian Sagstetter auf die Angriffsposition und verlieh der Partie frischen Wind. Durch eine clevere Spielweise und sehr gute Blockaktionen brachte er die Rosenheimer aus dem Tritt und drehte den vierten Durchgang zu einem 10:12. Die Hausherren blieben aber davon zunächst unbeeindruckt. Man agierte selbst durch Wechsel im Angriff und sicherte sich den fünften Durchgang erneut mit 11:7. Spannung pur bot man den Zuschauern im sechsten Satz. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. In den Reihen der MTV-fünf kam es immer häufiger zu unruhigem Spielaufbau, Oberndorf nutzte seine Chancen und ließ die Abwehrreihe mit Christian Weiß, Lothar Kiermaier und Abdilaziz Lamharraf das ein oder andere Mal ins Leere laufen. Auch im Angriff mit Patrick Schiep und Steve Schmutzler lief nicht alles rund. Dennoch erspielte man sich einige Matchbälle, die jedoch nicht genutzt werden konnten. Beim 14:14 entschied dann eine Angabe den Satz zu Gunsten der Oberndorfer. Rosenheim ging aber mit einer guten 4:2 Satzführung in die Pause. Doch davon war weder spielerisch noch stimmungsmäßig im siebten Durchgang etwas zu merken. Zu einem immer stärker werdenden Gegner stand man sich also auch noch selbst im Weg, was prompt im klaren Satzverlust mit 3:11 mündete. Das Spiel drohte zu kippen, doch keiner wollte die Partie jetzt noch aus den Händen geben. Man spürte aber, dass die Kräfte im gesamten Team langsam schwanden. Erst gegen Ende des Satzes konnte man sich von den Gästen etwas absetzen und mit 11:7 das Spiel für sich entscheiden.

Steve Schmutzler kommentiert kurz nach der Partie: „Wir hatten heute Glück, dass Oli Bauer mit seiner Schulter zu kämpfen hatte. Dadurch konnten wir uns die ersten Sätze ein gutes Polster herausspielen. Zum Ende des Spiels wurde es echt noch eng. Die zwei Punkte tun uns gut, müssen aber in Hinblick auf die anstehenden Partien gut weiterarbeiten.“

Am nächsten Wochenende geht es für Rosenheim nach Unterhaugstett und Stammheim. Hier heißt es vier Punkte zu holen, um sich von den Abstiegsrängen etwas zu distanzieren. Mit den derzeitigen Leistungsschwankungen des MTV wird das aber bei den jungen und motivierten Schwaben kein Selbstläufer.

1.BL: Tabellenführer gegen Schlusslicht

Freitag, 25 November 2016 14:01

Zum Vergleich des Ligaschlusslichtes MTV Rosenheim gegen den aktuellen Tabellenführer TV Schweinfurt-Oberndorf kommt es am Samstag um 16 Uhr in der Gabor-Halle. Der Tabellenkonstellation nach müsste das Derby der beiden einzigen bayerischen Vertreter im Oberhaus eine klare Angelegenheit zu Gunsten der Unterfranken werden. Das mit drei Niederlagen in die Saison gestartete Team der Gastgeber möchte aber alles daran setzen, dem Vierten der letztjährigen Deutschen Meisterschaft ein Bein zu stellen.

Drei Siege und eine Niederlage (gegen Pfungstadt) lautet die Bilanz der Schweinfurter, die seit Jahren beständig um die Spitzenplätze mitspielen. Auch heuer gilt das Team um Nationalmittelmann Fabian Sagstetter als heißester Anwärter auf Platz 2 hinter der Übermannschaft des TSV Pfungstadt. Dieser Einschätzung wurde der TVO mit Siegen über Stammheim, Offenburg und Käfertal vollauf gerecht. Für die MTV-ler gäbe es nach dem Fehlstart sicherlich dankbarere Aufgaben als den Vergleich mit den Oberndorfern. Aber im Lager der Hausherren ist man sich insbesondere in eigener Halle seiner eigenen Stärken bewusst und heiß darauf, mit einer starken Leistung die schlechten Eindrücke der vergangenen Spiele vergessen zu machen. In der vergangenen Saison lieferten die MTV-ler den TVO-lern einen heißen Tanz und mussten sich erst nach hartem Kampf mit 4:5 Sätzen geschlagen geben.

Am vergangenen Wochenende sollte es für die Mannen des MTV Rosenheim einfach nichts zu holen geben. Dabei war weniger die Überlegenheit der Gegner ausschlaggebend, sondern vielmehr die hohe Fehlerquote Rosenheims bei der Spieleröffnung. Somit kam man in Offenburg nicht über ein 3:5 (7:11, 11:8, 11:9, 5:11, 11:9, 6:11, 4:11, 4:11) und in Vaihingen nicht über ein 2:5(6:11, 10:12, 12:10, 2:11, 7:11, 11:7, 7:11) hinaus.

Die Partie an der Ortenau begann wie sie endete: Mit einem Aufschlagfehler der Rosenheimer. Völlig von der Rolle agierte Schmutzler an diesem Tag mit durchschnittlich fünf bis sechs Fehlern pro Satz, was Offenburg immer einen komfortablen Vorsprung bescherte. Somit ging der erste Satz ungefährdet an die Hausherren. Im zweiten Satz konnte man besser Druck ausüben und über ein 11:8 den Satzausgleich herstellen. Im dritten Durchgang machte man sich wieder durch viele Fehler das Leben schwer. Dass es dennoch zum knappen Satzsieg reichte, war einzig der Leistung der Offenburger zu verdanken, die ebenfalls am unteren Limit agierten. Um die Offenburger aber nicht völlig aus der Bahn zu werfen, gab man den vierten Satz nahezu ohne Gegenwehr ab, während sich Durchgang fünf zu einem Kopf an Kopf Rennen um den nächsten Satzverlust entwickelte. Offenburg entschied das Duell für sich und Rosenheim ging mit 3:2 in Führung. Danach änderte Offenburg seine Taktik und wartete einfach auf den nächsten Fehler von Rosenheim, die früher oder später kamen. Es wurde viel von den Oberbayern ausprobiert, aber nichts brachte die Gastmannschaft ins Spiel zurück. Mit 6:11, und zwei mal 4:11 machte man es Offenburg schlichtweg zu leicht: „Das war heute wie Weihnachten…“ kommentierte Thomas Häusler das Spiel.

Besser wollte man es am Sonntag beim gastgebenden TV Vaihingen/Enz machen. Dass am Alten Postweg die Früchte aber schon immer sehr hoch hingen, war den MTV’lern aber bewusst. Etwas überraschend wollte Zuspieler Lothar Kiermaier in dieser Partie aus persönlichen Gründen nicht zum Einsatz kommen. Damit übernahm Abdilaziz Lamharraf seine Position und Günter Ortmeier komplettierte mit seinem ersten Einsatz die Abwehrreihe mit Christian Weiß. Vorn blieb man unverändert mit Patrick Schiep und Steve Schmutzler. Zu Beginn der Partie knüpfte man zunächst an die Leistungen des Vortags an. Beim 6:11 konnte die Abwehrreihe nicht viel retten, da Schmutzler den Gegner tatkräftig unterstützte. Wesentlich besser agierte man im zweiten Durchgang. Im offenen Schlagabtausch konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Die ersten beiden Satzbälle hatte beim Stand von 10:8 Rosenheim, konnte den Sack aber nicht zumachen und Vaihingen konterte mit vier Punkten in Folge. Auch wenn man im dritten Durchgang seine beste Leistung des Wochenendes zeigte und den Satzanschluss herstellte, war dies doch eine kleine Vorentscheidung. Nach der Pause gelang bei der Spieleröffnung nichts und die Hausherren nutzten Ihre Lufthohheit gnadenlos, dass man im MTV- Lager nur zuschauen konnte. Auch in der fünften Runde zeigte das Team aus Schwaben kaum Schwächen und erhöhte über ein ungefährdetes 7:11 einen 1:4 Satzvorsprung. Die Oberbayern retteten sich zwar im Gegenzug ebenfalls mit einem 11:7 in die zweite Pause, konnte aber nicht mehr als Ergebniskorrektur leisten. Durch individuelle technische Schwächen konnte man den TVV nicht mehr gefährden und kassierte die dritte Niederlage im dritten Spiel.

Spielführer Steve Schmutzler analysierte auf der Heimfahrt die vergangenen Spiele: „Mit so einer Fehlerquote im Angriff gewinnen wir in dieser Liga keinen Blumentopf. Das Team hat das ganze Wochenende immer gekämpft und die Hoffnung die aufgegeben, obwohl es für die Jungs belastend ist, wenn man machtlos zusehen muss, wie der eigene Angriff das Spiel zu Gunsten des Gegners beeinflusst. Denn zumindest in Offenburg wäre mit einer passablen Leistung ein Sieg möglich gewesen. Das heißt nicht, dass sonst alles perfekt war, denn wir haben schon auch andere Baustellen, denen wir für die anstehenden Partien angehen müssen.“

Kommende Woche gibt der aktuelle Tabellenführer aus Schweinfurt seine Visitenkarte in Rosenheim ab. Es steht also das nächste Schwergewicht für die Rosenheimer vor der Tür, wodurch man sicher nicht mit den ersten Punkten dieser Saison rechnen kann. Der MTV hofft daher auf die Unterstützung der Fans. Los geht’s um 16.00Uhr in der Halle der Deutschen Meisterschaft 2017 in Rosenheim

1.BL: Zum Saisonstart vorgeführt

Sonntag, 13 November 2016 17:55

Zum Saisonstart in die Hallensaison 2016/17 mussten die Faustballer der ersten Mannschaft eine deftige Niederlage einstecken. Vor gut besuchter Heimkulisse unterlag man dem aktuellen Deutschen Meister, Europapokal- und Weltpokalsieger deutlich mit 0:5 (3:11, 5:11, 8:11, 4:11, 6:11) und findet sich damit auf dem 6. Tabellenplatz wieder.

Die Oberbayern sind nach wie vor das Team, das den Klassenprimus aus Hessen statistisch gesehen am häufigsten geschlagen hat. Davon war in dieser Partie aber nichts zu spüren. Nahezu nach Belieben spielte der Favorit das rosenheimer Team Punkt um Punkt aus und wurde dabei durch viele Angriffsfehler ihrer Widersacher unterstützt. Lediglich im dritten Satz konnte das Team um Angriffsführer Steve Schmutzler einigermaßen schritthalten. Dennoch konnte Pfungstadt in den entscheidenden Momenten immer noch einen drauf legen. Nicht selten schlugen die wuchtigen Angriffe von Ausnahmetalent Patrick Thomes einen halben Meter neben roseheims Abwehrspielern Christian Weiß, Lothar Kiermaier und Abdilaziz Lamharraf an der hinteren Wand ein. Nur selten kam es zu wirklichen Spielzügen und einem echten Schlagabtausch. Im vierten Satz kam Thomas Schenk für Steve Schmutzler ins Spiel, um diesem eine Pause bis zum Satzende zu verschaffen. Doch auch diese konnte keine entscheidende Leistungssteigerung bewirken. Nach einstündiger Spielzeit war die Partie dann durch einen Leinenfehler von Angreifer Patrick Schiep entschieden.

„Die Überlegenheit Pfungstadt war uns im Vorfeld ja schon bewusst, aber was das Team und vor allem Patrick hier gezeigt haben, war nochmal eine Steigerung zu den vergangenen Jahren. Gefühlt schlugen 90% seiner Angaben ohne Berührung unsererseits in der Wand ein. Da ist gegen dieses Team einfach nichts zu holen. Wir müssen uns jetzt auf die anstehenden Partien konzentrieren und diese Niederlage schnellstmöglich abschütteln.“ analysierte Günter Ortmeier, der heute noch nicht zum Einsatz kam, nach dem Spiel.

Kommende Woche steht ein Auswärtswochenende in Offenburg und Vaihingen/Enz an.

Das härteste Heimspiel der Saison steht dem Erstligateam gleich zum Saisonauftakt am Samstag um 16 Uhr in der Gabor-Halle ins Haus. Als Gäste empfangen Schmutzler & Co. den Deutschen Serienmeister und Europacupsieger TSV Pfungstadt. Wenngleich mit Zweitangreifer Nick Trinemeier eine langjährige Stütze die Hessen in Richtung seines Heimatvereins TV Mannheim-Käfertal verlassen hat, sind die Pfungstädter nach wie vor Anwärter Nr. 1 auf den nächsten DM-Titel. Immerhin stehen nach wie vor fünf A-Kader-Spieler im Team des TSV, darunter mit Hauptangreifer Patrick Thomas der derzeit weltbeste Schlagmann.

Mit leicht verändertem Kader starten auch die MTV-ler in ihre insgesamt siebte Spielzeit im Hallenfaustball-Oberhaus. Während Abwehrspieler Marcel Hebling heuer nur „stand by“ bei Personalnot zur Verfügung steht, bereichert Mittelmann Lothar Kiermaier nach einige Spielzeiten in der 2. Mannschaft wieder die „Erste“. Ansonsten blieb der Kader komplett, das heißt, das Angriffs-Duo bilden Steve Schmutzler und Patrick Schiep und der Abwehrverbund setzt sich aus Abdilaziz Lamharraf, Christian Weiß, Günter Ortmeier und Thomas Schenk zusammen. Für die MTV-ler hat die bevorstehende Spielzeit in der 1. Bundesliga Süd einen ganz besonderen Reiz, denn am 11./12. März 2017 wird die DM-Endrunde in der Rosenheimer Gabor-Halle ausgetragen. Als Bonus für die Ausrichtung können sich die Rosenheimer mit einer Platzierung jenseits der beiden Abstiegsplätze, sprich bis zum 6. Tabellenplatz, für diese Titelkämpfe qualifizieren.

In der vergangenen Spielzeit verkaufte man sich im Heimspiel trotz einer deutlichen 1:5-Niederlage ordentlich und konnte mehrere Sätze lange offen halten. Nicht ohne Satzgewinn vom Feld zu gehen ist das absolute Mindestziel der MTV-ler, insgeheim spekuliert man darauf, dem Favoriten mehrere Runden abzutrotzen. Die Saisonvorbereitung lief insgesamt zufriedenstellend, als Höhepunkt konnte man das Turnier in Kufstein vor 15 weiteren Teilnehmern gewinnen. Insbesondere beim Final-Sieg gegen den österreichischen Top-Club Union Freistadt legte man einen ersten Leistungsnachweis ab.

Die Pfungstädter hingegen bestritten erst Mitte Oktober ihr letztes Pflichtspiel auf dem Feld, als das Team von Trainer Dieter Thomas in Südafrika gegen die Kontinentalvertreter von Südamerika, Afrika und Australien erfolgreich den Weltpokal verteidigen konnte. Damit konnte der TSV seine Titelsammlung mit dem Europapokal in Feld und Halle sowie dem DM-Titel in Feld und Halle komplett halten.