Nach dem Wiederaufstieg in die 2. Feldbundesliga Süd im Sommer 2024 ist dem MTV Rosenheim, wenngleich in völlig anderer personeller Besetzung, am Sonntag auch in der Halle die umjubelte Rückkehr in die zweithöchsten deutschen Spielklasse gelungen. Das Team um Hauptangreifer Steve Schmutzler konnte in der zweitägigen Aufstiegsrunde vor rund 120 Zuschauern den Heimvorteil in der Luitpoldhalle nutzen und sich in fünf harten Partien gegen die Konkurrenten aus Bayern, Schwaben und Sachsen durchsetzen.
Über die volle Spieldistanz von 5 Sätzen ging gleich das erste Rosenheimer Match gegen den bayerischen Mitanwärter TV Hallerstein. Nach einem klassischen Fehlstart (10:12, 4:11) brauchte es eine Energieleistung, um die von 40 Fans lautstark unterstützten Oberfranken mit 11:4, 11:9 und 11:5 noch niederzuringen. Auch im zweiten Spiel gegen den TV Stammheim 2 geriet die Fünf um Mittelmann Maxi Ortmeier erst einmal ins Hintertreffen (8:11). Ab Mitte des folgenden Satzes lief das Rosenheimer Spiel aber wie am Schnürchen und mit 11:7, 11:2 und 11:5 konnte man die Stuttgarter letztendlich noch deutlich in die Schranken weisen. Einen leidenschaftlichen Kampf auf Augenhöhe lieferten sich die MTV-ler zum Abschluss der Spiele am Samstag mit dem SSV Heidenau. Die fintenreich spielenden Sachsen forderten den Hausherren alles ab und bei den Rundensiegen von 11:9, 11:8 und 11:9 entschieden letztendlich Nuancen zu Gunsten der Gastgeber. Am Tag zwei stand zu Beginn der Vergleich mit dem TV Unterhaugstett an. Und wie am Vortag ging der 1. Satz mit 10:12 an das Gästeteam. Während dann die folgende Runde mit 11:7 relativ ungefährdet gewonnen werden konnte, mussten Schmutzler & Co. im dritten Satz zwei Matchbälle abwehren ehe man sich in der Verlängerung noch mit 13:11 durchsetzen konnte. Auch im vierten Satz zeigte der MTV Finisher-Qualitäten und machte durch vier abschließende Punkte zum 11:7 den Sack zu. Den Abschluss dieses Wettkampfmarathons bildete das Kräftemessen mit dem SC DHfK Leipzig. Die blutjunge Truppe aus der Messestadt lieferte einen starken Leistungsnachweis ab und ließ die Rosenheimer noch einmal kräftig schwitzen. Doch mit letztem Einsatz rang man auch den fünften Konkurrenten mit 11:7, 13:11 und 11:6 nieder und tütete damit den ersten Platz der Aufstiegsrunde ein. Mit den Rosenheimern schafften Hallerstein, Heidenau und Leipzig den Sprung in Liga zwei, während Unterhaugstett und Stammheim 2 in der Schwabenliga verbleiben müssen.
Für den MTV im Einsatz: Steve Schmutzler, Benjamin Bittl, Maxi Ortmeier, Christian Weiß, Abdilaziz Lamharraf, Günter Ortmeier, Franziska Weiß, Benedikt Sanwald
Der Endstand:1. MTV Rosenheim 10:0 Punkte, 2. TV Hallerstein 8:2, 3. SSV Heidenau 6:4, 4. SC DhfK Leipzig 4:6, 5. TV Stammheim 2 2:8, 6. TV Unterhaugstett 0:8