Nachdem in der Feldrunde das Männer 45-Team des MTV die Deutsche Meisterschaft nach Rosenheim geholt hatte, sorgte in der Halle am vergangenen Wochenende die Männer 60-Mannschaft des befreundeten Nachbarvereins ESV Rosenheim für nationalen Faustballer-Glanz. Das Team um Angriffsführer Siegi Bernt erreichte in Leverkusen ihren bislang größten Erfolg und gewann die Deutsche Vizemeisterschaft.

Als Süddeutscher Vizemeister zählten die ESV-ler im zehn Teams starken Teilnehmerfeld zwar zu den Geheimtipps, dass der Durchmarsch durch die Vorrunde mit vier Siegen mit 2:0 Sätzen allerdings so reibungslos laufen würde, konnten selbst kühnste Optimisten nicht erwarten. Aber nach dem gelungenem Auftakt gegen den hessischen TV Gustavsburg (11:2/13:11) und die Berliner Truppe vom TuS Neukölln (11:9/11:8) war das Selbstvertrauen der ESV-ler bereits stark angewachsen, womit man auch den Mitfavoriten TH 52 Hannover mit 13:11 (nach 3:8-Rückstand) und 11:5 in die Knie zwingen konnte. Das abschließende Spiel gegen den Bremer Klub ATSV Habenhausen glich mehr einem Schaulaufen, denn beim 11:2/11:5 ließ man den Norddeutschen nicht den Hauch einer Chance. Als Gruppensieger erreicht man so den direkten Halbfinaleinzug, wo es am Sonntag zum Aufeinandertreffen mit dem Süddeutschen Meister VfB Stuttgart kam. Nachdem die Rosenheimer im Finale der „Süddeutschen“ noch hinter den Erwartungen zurück geblieben waren, konnte man diesmal gegen die Schwaben eine optimale Leistung abrufen. Nach einem 11:5 im ersten Satz brachten die Stuttgarter die ESV-ler in der zweiten Runde zwar arg in Bedrängnis, doch in der spannenden Schlussphase gelang es, auch diesen Satz umzubiegen und durch ein 11:9 den Einzug ins Finale perfekt zu machen. In diesem traf man auf den Deutschen Meister zahlreicher Altersklassen-Meisterschaften, die FFW Offenburg. Und hier stockte erstmals der ESV-Motor, denn im 1. Satz (2:11) gelang praktisch gar nichts. Nach erneut schnellem Rückstand im 2. Satz witterte man noch einmal kurz Morgenluft, als man sich bis auf 7:8 herankämpfen konnte. Doch die glänzend spielenden Offenburger wussten zu kontern und machten ihren Finalsieg mit drei abschließenden Punkten fix.

ESV Rosenheim: Siegi Bernt, Lothar Link, Sepp Widl, Klaus Bechthold, Heinz Heger, Erich Kreuzer, Kaspar Straßberger, Erhard Enderle

Der Endstand:

1. FFW Offenburg

2. ESV Rosenheim

3 .VfB Stuttgart

4. TH 52 Hannover

5. TV Gustavsburg

6. SV Haddorf

7. TSV Bayer 04 Leverkusen

8. MTV Horst

9. TuS Neukölln

10. ATSV Habenhausen

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