Nach dem Gewinn der Goldmedaillen bei Europameister- und Weltmeisterschaften in der Altersklasse U18 konnte Maxi Ortmeier am vergangenen Wochenende erstmals einen Titel mit dem deutschen U21-Team feiern. Bei der Europameisterschaft der Faustball-Junioren, die auf der schmucken Sportanlage der Allianz in München vor 1.000 Zuschauern ausgetragen wurde, holte sich die deutsche Nationalmannschaft mit einem hart erkämpften 3:2 (14:12, 12:10, 11:13, 9:11, 12:10)-Finalsieg über das österreichische Team EM-Gold. Auf den weiteren Plätzen landeten die Teams aus der Schweiz, Italien und Tschechien.
Bereits zum Auftakt traf man im ersten Vorrundenspiel auf die rot-weiß-roten Titelverteidiger. Nachdem sich beide Teams mit 11:6 jeweils deutlich einen Satz sichern konnten, zeigten sich im Entscheidungssatz die Gastgeber überlegen und setzten mit einem erneuten 11:6 ein erstes Statement. Wenig berauschend war dagegen die Darbietung im zweiten Vorrundenspiel gegen das Team aus Tschechien. Während die Außenseiter befreit aufspielten, fehlte bei den Deutschen die absolute Entschlossenheit, sodass die beiden Satzerfolge mit jeweils 11:7 glanzlos zustande kamen. Deutlich verbessert präsentierte sich das Team des Trainergespanns Benno Schwarze und Marco Bartsch gegen die Schweiz. Mit einer durchwegs guten Leistung konnten die Eidgenossen mit 11:6 und 11:4 deutlich in die Schranken verwiesen werden. Und auch im letzten Samstag-Spiel ließ man nichts anbrennen und sicherte sich durch ein 11:4 und 11:7 über Italien den Gruppensieg. Somit kam es am Sonntag im Halbfinale erneut zum Aufeinandertreffen mit den Italienern. Diese konnten an die Leistungen des Vortags nicht anknüpfen, sodass die Deutschen beim souveränen 3:0 (11:4, 11:4, 11:5)-Erfolg weniger gefordert wurden als allgemein erwartet. Im Finale forderte Deutschland dann den Titelverteidiger aus Österreich, der sein Semifinale mit 3:1 Sätzen gegen die Schweiz für sich entschied. Bereits Spannung pur in Satz eins, als Deutschland nach 9:6-Führung mit 9:10 in Rückstand gerät und am Ende mit 14:12 doch noch den Satzgewinn holt. Auch im zweiten Satz brauchte es nach einem 0:4 eine Energieleistung, um mit 12:10 das bessere Ende für sich zu haben. Im dritten Satz können dagegen die deutschen Junioren nicht vollstrecken und müssen sich nach zwei ungenutzten Matchbällen mit 11:13 beugen. Auch Satz Nummer vier durchwegs ausgeglichen, ehe Österreich durch ein 11:9 den Satzausgleich zum 2:2 gelingt. Im Entscheidungssatz scheinen den Deutschen die Felle davon zuschwimmen, denn bis zum 1:7 dominiert nur das wie entfesselt aufspielende Team Austria. Doch erneut zeigte Team Germany Comeback-Qualitäten und kontert mit sechs eigenen Punkten zum Ausgleich. Als beim 9:10 dann auch noch ein Matchball abgewehrt wurde, kippte das Momentum endgültig und mit drei Punkten in Serie können sich die deutschen Junioren am Ende dieses Wahnsinnsspiels zum Europameister krönen.